Do, 21. Juni 2018

Zwölf Personen

20.04.2018 21:00

Flüchtlinge in Quatier in Tarvis eingezogen

Lautstark war die Kritik, als bekannt wurde, dass in Tarvis (Italien), exakt 1,7 Kilometer vor der Grenze zu Kärnten, ein Identifikations- und Verteilerzentrum für Asylwerber errichtet werden sollte. Mittlerweile ist die ehemalige Carabinieri-Kaserne „Meloni“ umgebaut - und die ersten Flüchtlinge sind eingezogen.

Dass Leben in die Kaserne eingekehrt ist, fällt jedem auf, der mit dem Auto entlang der Bundesstraße nach Tarvis unterwegs ist. In Tarvis selbst hatte man mit dem Quartier für Asylwerber gar keine Freude, vor allem, weil es trotz Widerstandes des Gemeinderates von Rom einfach umgesetzt wurde. „Die Situation hat sich inzwischen jedoch beruhigt“, weiß der Tarviser Gemeinderat Paolo Molinari: „Etwa zwölf Personen, vorwiegend Pakistaner, wurden in der Kaserne untergebracht und werden hier betreut.“

Ähnliches berichten auch Polizisten in Kärnten. „Bis dato konnten wir keine signifikante Veränderung feststellen“, sagt Oberst Johannes Dullnig, Leiter der EGFA, der Einsatz-, Grenz- und fremdenpolizeilichen Abteilung: „Täglich greifen wir zwischen der Grenze und Villach drei bis vier Illegale auf.“ Bei den Aufgegriffenen handelt es sich vorwiegend um Syrer, Iraker und Afghanen. Österreichweit gibt es täglich übrigens 30 bis 40 Aufgriffe. Auffallend ist, dass der Großteil der aufgegriffenen Illegalen - zwischen 70 und 80 Prozent - bereits in einem oder sogar in mehreren EU-Ländern bereits registriert wurden. „Die Bewegungen der Flüchtlingsströme finden derzeit innerhalb Europas statt“, heißt es bei der Polizei.

Hannes Wallner
Hannes Wallner

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