Skurriler Job

„Wir organisieren Swinger-Reisen auf Jachten“

Die Urlaubszeit ist ja bekanntlich die schönste Zeit im Jahr. Die Vorlieben für die tollen Wochen sind dabei von Person zu Person verschieden. Manche relaxen gerne am Strand, andere wollen Land und Kultur kennenlernen. City4U hat ein Paar gefunden, dessen Beruf es ist, besonders prickelnde Urlaube zu organisieren. Gina und Leon Reisinger haben sich nämlich auf Swinger-Reisen auf Yachten spezialisiert.

Bereits seit 1980 bieten Gina und Leon Reisinger Segelreisen an. Im Jahr 1995 haben sie auch Swingerreisen in ihr Angebot aufgenommen. „Das ergab sich eher zufällig. Bei einem Törn fiel uns auf, dass sich ein Paar auch tagsüber in die Kabine zurückzog, um Sex zu haben. Die anderen Paare haben das Thema dann aufgegriffen und angedeutet, dass es schade wäre, dass man es nicht auch an Deck tun könnte, wo es so schön wäre. Man wurde sich einig, dass das nur mit Swingern möglich wäre. Das war der Stein zum Anstoß für die Swingerreisen“, erzählt Gina im City4U-Talk.

#Große Nachfrage

Swinger-Reisen lief von Anfang an gut. „Wir sind wirklich noch immer positiv überrascht, wie gut dieses Angebot bei den Leuten ankommt“, freut sich Leon. Im Schnitt machen sie im Sommer sechs bis acht Wochen Swinger- oder FKK-Reisen in Griechenland. Etwa genauso viele Segetörns bieten sie aber auch für herkömmliche und Familienreisen an. Im Winter geht es dann nach Thailand, die Karibik und die Seychellen oder die Südsee.

#Nur Paare

Die Reisingers mieten die jeweiligen Yachten immer vor Ort an und sind die ganze Reise mit dabei. „Je nachdem, wie groß sie ist, nehmen wir drei bis fünf Paare mit. Wir achten sehr darauf, dass nur Paare mitkommen. Einen Herrenüberschuss bei den Swingern wollen die wenigsten“, betont Gina. Ob die Paare wirklich zusammengehören oder ob es der Chef mit seiner Sekretärin ist, ist für die Reisingers nicht von Bedeutung. „Wichtig ist die Ausgeglichenheit zwischen Männer und Frauen.“

#Nichts muss

Die Aktivitäten an Board sind frei nach dem Swinger-Motto „Alles kann, nichts muss!“. „Im Gegensatz zu einem Swingerclub haben wir viel mehr Zeit, dass sich die Paare bei ‘normalen‘ Aktivitäten, wie schnorcheln, Essen gehen und Ausflügen, kennenlernen und so etwaige Ängste und Unsicherheiten abbauen können“, beschreibt Leon. Sobald die Yacht außer Sichtweite des Hafens ist - da Swingern in vielen Ländern nicht erlaubt ist - kann es dann losgehen. „Während wir auf See sind oder in einer Bucht vor Anker liegen, kann man nackt an Board sein und sich seinen sexuellen Gelüsten hingeben. Jedes Paar hat aber auch eine eigene Kabine.“

#Swingen oder Sightseeing?

Der Tag an Board fängt mit einem ausgiebigen Brunch an, bei dem der weitere Tagesablauf besprochen wird. Zudem wird täglich ein anderes Ziel angesegelt. „Da steht es den Gästen frei, was sie machen. Ob shoppen, Kultur oder eine Tauchbasis besuchen - es gibt keinerlei Zwang“, erläutert Gina und ergänzt: „Für manche ist das Swingen wichtiger als das Land, für andere ist es wieder genau umgekehrt.“

#Respekt

In den letzten 20 Jahren hat das Ehepaar schon so einiges erlebt: „Vor vielen Jahren hat ein Pärchen die Reise gebucht, weil sie dachten, Swingen stünde für eine Musikreise. Als wir das bemerkten, redeten wir mit den anderen Paaren, die sehr verständnisvoll reagierten und immer das Weite suchten und sich in Buchten zum Liebesspiel versteckten. Doch genau das andere Paar nutzte die Gunst der Stunde, um unter freiem Himmel Sex zu haben. Die anderen kamen unerwartet früher zurück und erwischten die beiden. Sie entschuldigten sich und waren peinlich berührt. Doch damit war das Eis gebrochen und seither gehören sie zu unseren Stammkunden.“

#Falscher Eindruck

Wer jetzt denkt, auf einer Swinger-Reise würden ununterbrochen Orgien gefeiert werden, dem antwortet Gina: „Das ist völlig falsch. Wir achten genau darauf, dass wir dem Swingermotto treu bleiben. Wir nehmen uns auch das Recht heraus, jemanden bei Fehlverhalten vom Törn auszuschließen. Aber das ist zum Glück noch nie passiert.“ Die Reisingers raten jedem, der neugierig ist, es einfach einmal auszuprobieren: „Es ist eine tolle Erfahrung und vor allem ein fantastischer Urlaub.“

April 2018

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Viktoria Graf
Viktoria Graf
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