Mo, 22. Oktober 2018

Skandal ausgeweitet

18.04.2018 14:36

Betrug um Islam-Kindergarten: 10 Mio. € veruntreut

Mitten im Wirbel um „Kindersoldaten“ in einer Wiener Moschee sorgt diese Meldung des Landeskriminalamtes für weitere Aufregung: Im endlosen Skandal um Islam-Kindergärten in der Bundeshauptstadt soll ein Vereinspräsident zehn Millionen Euro Fördergelder abgezweigt haben.

Der im Februar des Vorjahres von der „Krone“ aufgedeckte Fall nimmt riesige Dimensionen an. Im Mittelpunkt des Skandals steht der seit 15 Monaten in U-Haft sitzende Dr. Hassan M., eine hochrangige und anerkannte Persönlichkeit der muslimischen Gemeinde. Der 59-Jährige war unter anderem Mitglied des Schura-Rates der Islamischen Glaubensgemeinschaft - und somit Ansprechpartner des Staates in religiösen Belangen …

Doch die Vorwürfe der Staatsanwaltschaft gegen den Präsidenten eines in Konkurs gegangenen Betreibervereins einer Islam-Schule mit Hort und Kindergarten wiegen schwer. Laut Abschlussbericht sollen zehn Millionen Euro an Fördergeldern veruntreut worden sein. Ermittler stellten Vermögenswerte im Wert von drei Millionen Euro, davon 2,6 Millionen auf Privatkonten, sicher.

Hassan M. selbst sieht sich als „Opfer einer Intrige“. Sein Anwalt DDr. Michael Dohr: „Die Summe von zehn Millionen Euro ist mir ein Rätsel. Mein Mandant ist unbescholten, bis heute gibt es keine Anklage. Ich habe Haftbeschwerde eingelegt.“

Christoph Budin, Kronen Zeitung

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