So, 19. August 2018

Auf Kreuzfahrt

14.05.2018 08:00

„Symphony of the Seas“: Freizeitpark auf hoher See

Die „Symphony of the Seas“, das größte Kreuzfahrtschiff der Welt. Die „Krone“ hat sich den Meeresgiganten bei der Jungfernfahrt angesehen.

Mit 362 Meter Länge ist die „Symphony of the Seas“ nur zwanzig Meter kürzer als das Empire State Building in New York hoch. Bei einer Doppelbelegung der 2759 Kabinen finden an Bord 5518 Passagiere Platz, maximal sind es sogar 6680. Hinzu kommen noch 2200 Besatzungsmitglieder.

24 Pools, Minigolf und ein Aqua-Theater
An Bord der schwimmenden Großstadt gibt es unter anderem 24 Pools, Wasserrutschen und Whirlpools, eine Minigolf-Anlage, ein Kletterpark, zwei Surfsimulatoren mit perfekter Welle, eine Eisfläche zum Schlittschuhlaufen, ein riesiges Casino, ein Aqua-Theater, ein Karussell, eine Zipline, ein Basketballplatz, eine Joggingstrecke, ein Spa, ein Sportstudio, eine Laser-Tag-Arena und die „Ultimate Abyss“, die mit fast 46 Metern längste Rutsche auf hoher See. Trotz des großen Angebots und der enormen Dimensionen besteht wenig Gefahr, sich zu verlaufen. Die Wege sind lang, aber prägen sich schnell ein. Das liegt unter anderem am Central Park auf Deck 8. Der mit 12.000 Pflanzen begrünte Innenhof in der Mitte des Riesen ist charakteristisch für alle vier Schiffe der Oasis-Klasse. Auf ihn blicken die Balkone vieler „Innenkabinen“. Dieses Außenareal mit Restaurants, Shops, Pflanzen und Vogelgezwitscher aus Lautsprechern erleichtert die Orientierung ungemein und ist eine von sieben öffentlichen Erlebniswelten.

Insgesamt hat der Urlauber wieder die Wahl zwischen gut 20 Restaurants und Bistros. Erneut dabei ist die Bionic Bar, in der Roboter auf Kundenwunsch Cocktails mixen. Völlig neu ist dafür die über zwei Decks verlaufende Ultimate Family Suite. Auf 125 Quadratmeter Fläche gibt es zwei Schlafzimmer für acht Personen, eine Lego-Spielwand und einen Airhockey-Tisch sowie eine Rutsche vom Schlaf- in den Wohnbereich. Außen gibt es hier einen Whirlpool und ein Klettergerüst. Diese Suite-Variante gibt es nur einmal an Bord. Zu Weihnachten ist sie bereits ausgebucht, um 75.000 Euro für eine Woche.

Konventionell ist dafür die Umwelttechnologie: Die „Symphony of the Seas“ fährt hauptsächlich mit Schweröl. Die Abgase werden an Bord durch Schwefelfilter behandelt. Die Schiffe der neuen Icon-Klasse werden dann mit Flüssiggas (LNG) betrieben, was den Ausstoß klimaschädlicher Emissionen dann nochmals deutlich reduziert. Die zwei Neubauten sollen 2022 und 2024 ausgeliefert werden. Doch schon jetzt verbraucht die „Symphony of the Seas“ laut Reederei 25 Prozent weniger Emissionen als das namensgebende erste Schiff der Oasis-Klasse.

Ein fünftes Schiff dieser Baureihe wird 2021 an den Start gehen. Und auch das neue Schiff wird wieder ein wenig größer ausfallen als die „Symphony of the Seas“ - auch wenn das nur ein paar Zentimeter mehr werden, scherzt Michael Bayley, Präsident von Royal Caribbean International. Der Trend zu immer riesigeren Neubauten dürfte sich also eher noch verstärken, aller Kritik zum Trotz. Das war schon so, als man im Jahr 1982 die „Song of America“ vorgestellt hatte. Das Schiff bot damals „nur“ Platz für 1650 Gäste. Damals meinten Leute, das Schiff sei zu groß und niemand wolle damit fahren. Gekommen ist es dann aber ganz anders!

Ed Ricker, Kronen Zeitung

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