Fr, 18. Jänner 2019

Nicht wegschauen!

16.04.2018 09:26

Was tun bei Gewalt und Mobbing an Schulen?

Gewalt ist auch an unseren Schulen, in all ihren Abstufungen wie zum Beispiel Mobbing, häufig. Nur 35,5 Prozent von fast 6500 in Oberösterreich befragten 14- bis 18-Jährigen geben an, in ihrer Schullaufbahn noch keine Gewalt miterlebt zu haben, wir haben darüber berichtet.  Christine Winkler-Kirchberger kann die Ergebnisse der Umfrage als Kinder- und Jugendanwältin des Landes Oberösterreich gut nachvollziehen.

„OÖ-Krone: „Nur ein gutes Drittel der Schüler hat noch nie Gewalt an der Schule erlebt.“
Christine Winkler-Kirchberger: „Die Zahlen decken sich mit unseren Erfahrungen bei Ausgrenzung, Mobbing und Gewalt - es gibt ja viele Abstufungen. Wir sehen darin einen weiteren Auftrag für unsere Arbeit, denn das Recht auf Schutz vor Gewalt ist ein zentrales Kinderrecht. Es ist etwas, was irrsinnig viele Kinder und Jugendliche betrifft. Aber es wird oft von den Verantwortungsträgern nicht ernst genug genommen.“

„OÖ-Krone“: „Das Ernstnehmen wäre ja wohl das Mindeste.“
Winkler-Kirchberger: „So ein Kind leidet oft massiv. Mobbing kann ganz, ganz schweres Leid verursachen, das kann ganz tief gehen und kann dann ein ganzes Leben prägen. Aber man kann etwas dagegen unternehmen und es ist ganz, ganz wichtig, dass einfach hingeschaut wird. Auch die, die nur zuschauen, sind am Mobbing beteiligt. Wir ermutigen alle, einzuschreiten.“

„OÖ-Krone“: „Ihre Initative respect@school ist dann sozusagen das Kontrastprogramm zum Gewalterlebnis an den Schulen.“
Winkler-Kirchberger: "Das bündelt alles, was wir zu diesem Thema entwickelt haben. Wir haben vor 10 Jahren angefangen mit Workshops an Schulen, mit Lehrerfortbildungen, mit Psychotherapie und Einzelfallberatung, da gibt es sehr viele Angebote bei uns, natürlich auch Publikationen. Siehe www.kija-ooe.at

Werner Pöchinger, Kronen Zeitung

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