Mi, 20. Juni 2018

Schwester besorgt:

12.04.2018 06:00

„Michele spricht kein Wort über den Brunnenunfall“

Den Sturz in einen 20 Meter tiefen Brunnen hat der fünfjährige Michele fast unverletzt überlebt, seine kleine Seele scheint aber tiefe Schrammen abbekommen zu haben. Drei Tage nach dem tragischen Vorfall in Villach, bei dem sein Betreuer (56) getötet wurde, kann der Kleine noch immer nicht darüber sprechen.

Es ist nahezu unmöglich, sich vorzustellen, was Michele am Montag durchgemacht haben muss. Wie berichtet, war er mit einem Sozialarbeiter am Nachmittag in einen stillgelegten Brunnen nahe dem Haus der Familie in Villach gestürzt. Sein Betreuer wurde dabei getötet. Der Bub blieb bis auf Kratzer unverletzt. In dem 20 Meter tiefen, engen und dunklen Schacht musste der Kleine acht Stunden neben der Leiche seines Betreuers auf Hilfe warten.

„Der Schock sitzt sehr tief“
Seine Schwester Melissa (20) erinnert sich an die dramatische Rettungsaktion: „Als ich sah, dass Michele am Leben ist, war ich richtig erleichtert. Für unsere Mutter ist es im Moment jedoch sehr schwer. Der Schock sitzt sehr tief.“

Das trifft wohl auch auf den tapferen Fünfjährigen zu, der derzeit im LKH Villach betreut wird. Von seiner Aussage erhofft sich die Polizei ja zu erfahren, wie der Bub und der 56-Jährige in den Schacht stürzen konnten. Noch ist ungeklärt, ob die Abdeckung schon vorher beschädigt war. Melissa: „Über den Unfall verliert Michele aber kein Wort. Ansonsten geht es ihm gut.“

Alexander Schwab, Kronen Zeitung

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