Di, 18. September 2018

Im OÖ Landtag:

11.04.2018 10:13

Schulterschluss für gerechte Uni-Finanzierung

Führungsfragen über den Rektor hin oder her - weit wichtiger für die Linzer Kepler-Uni sind Geldfragen: „Die JKU droht, bei der anstehenden Neuverteilung des Universitätsbudgets des Bundes neuerlich schwer benachteiligt zu werden“, mahnen die Grünen. Nun gibt’s deswegen einen Schulterschluss aller vier Parteien im Landtag.

Gottfried Hirz, Klubobmann der Grünen, ist aus der Herz-Reha zurück und freut sich über einen Einstandserfolg im Landtag: „Ich habe mit den anderen Fraktionen einen gemeinsamen Antrag zur Finanzierung der JKU geschafft!“ Das bedeutet nicht, dass die Linzer Uni tatsächlich vom Bund die 40 bis 60 Millionen € zusätzlich bekommt, die sie in den nächsten drei Jahren braucht, um die Forscher und Forscherinnen in Oberösterreich zu halten, bis zu 40 weitere Lehrstühle zu schaffen und ihren Beitrag zur für Oberösterreich angestrebten Forschungsquote von vier Prozent der Wirtschaftsleistung zu erreichen.

Gemeinsame dringliche Resolution
Denn es handelt sich „nur“ um eine gemeinsame, dringlich eingebrachte Resolution an die Landesregierung, sich bei der Bundesregierung dafür einzusetzen, „dass die Johannes-Kepler-Universität (JKU) bei der Budgetzuteilung nicht benachteiligt wird und einen gerechten Anteil am Zuwachs des Gesamtbudgets erhält, damit eine zukunftsfähige Weiterentwicklung der JKU bzw. konkret der Ausbau des Angebotes an Lehrstühlen und Studienplätzen sichergestellt werden kann“.

FPÖ: Geschlossen hinter der JKU“
Aber es ist eben ein Schulterschluss zur Untermauerung dieser Forderung: „Wir stehen geschlossen hinter der JKU“, bekräftigt etwa FPÖ-Klubobmann Herwig Mahr: „Die JKU ist in ihrer jetzigen Form nicht mehr wegzudenken. Sie ist eine existenzielle Einrichtung der österreichischen Universitätslandschaft. Für die Fortführung ihres erfolgreichen Weges müssen aber ausreichend Budgetmittel von Bundesseite zur Verfügung stehen“.

SPÖ will ÖVP-Politiker in die Pflicht nehmen
Allerdings gab es im Juni 2017 eine ähnliche Landtagsresolution pro JKU an die damalige rotschwarze Bundesregierung, die aber vom damals zuständigen ÖVP-Politiker Harald Mahrer nicht beantwortet wurde. Hier will die SPÖ den ÖVP-Politiker Michael Strugl nun speziell in die Pflicht nehmen und fragt bei ihm im Landtag nach, wie er gegenüber seinen Parteikollegen in der Bundesregierung (zusätzlich zur Resolution) die Benachteiligung der JKU Linz verhindern wird. Denn, wie SPÖ-Klubchef Christian Makor meint: „Es drohen noch immer budgetäre Nachteile, weil die technischen Fächer der JKU-Linz in der Studienplatzfinanzierung unzureichend bewertet sind.“

ÖVP: „Alle ziehen an einem Strang“
ÖVP-Klubchefin Helena Kirchmayr versichert in der Zwischenzeit: „Wenn es um die Johannes Kepler Universität in Linz geht, dann ziehen alle Landtagsparteien an einem Strang!“ Zur Uni selbst sagt sie: „Die JKU ist ein chancenreicher Arbeitsplatz, wie ich selbst aus eigener Berufserfahrung weiß, eine toller Campus (konkrete Ausbaupläne sind derzeit in der Umsetzung), eine Platz wo junge Daniel Düsentriebs unserer Zeit einen Nährboden für Forschung finden, wo Lehre auf höchst anerkanntem Niveau geschieht und wo letztlich jene Fachkräfte ausgebildet werden, die die Wirtschaft unter anderem händeringend sucht."

Werner Pöchinger, Kronen Zeitung

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