Do, 20. September 2018

Lügen-Story für Asyl?

10.04.2018 18:37

Terror-Prozess in Salzburg endete mit Freispruch

Ein Pakistaner (47) ist am Dienstag am Landesgericht Salzburg in einem fortgesetzten Prozess wegen des Vorwurfs einer Mitgliedschaft bei einer terroristischen Vereinigung aus Mangel an Beweisen freigesprochen worden (nicht rechtskräftig). Er selbst sprach stets von einer „erfundenen Geschichte, um Asyl zu bekommen.“

Die Anklage stützte sich auf die Aussagen des Mannes, der bei seinem Asylverfahren angab, bis 2014 Mitglied der islamischen Terror-Organisation Lashkar-e-Taiba in der Konfliktregion Kaschmir gewesen zu sein. Zudem will er Kämpfer an Pistole und Panzerfaust ausgebildet und nach Indien geschleust haben.

Aber: Beim Prozess im März meinte er, alles nur erfunden zu haben, „um leichter Asyl zu bekommen.“ Bereits 2003 stellte der Pizzakoch in Österreich einen Asylantrag, der wurde abgelehnt. Dann lebte er nach eigenen Angaben in Frankreich, bis er 2017 erneut in Salzburg einen Antrag stellte - und eben die Aussagen tätigte.  Seitdem saß er in U-Haft, jetzt wurde er nicht rechtskräftig freigesprochen. Für das Gericht hatten sich keine „objektivierbaren Hinweise“ ergeben, dass der Angeklagte einer Terror-Organisation angehört.

Der Angeklagte unterschrieb dafür eine Vereinbarung, Österreich Richtung Pakistan zu verlassen.

 krone.at
krone.at

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Eingeloggt als 
Nicht der richtige User? Logout

Willkommen in unserer Community! Eingehende Beiträge werden geprüft und anschließend veröffentlicht. Bitte achten Sie auf Einhaltung unserer Netiquette und AGB. Für ausführliche Diskussionen steht Ihnen ebenso das krone.at-Forum zur Verfügung.

User-Beiträge geben nicht notwendigerweise die Meinung des Betreibers/der Redaktion bzw. von Krone Multimedia (KMM) wieder. In diesem Sinne distanziert sich die Redaktion/der Betreiber von den Inhalten in diesem Diskussionsforum. KMM behält sich insbesondere vor, gegen geltendes Recht verstoßende, den guten Sitten oder der Netiquette widersprechende bzw. dem Ansehen von KMM zuwiderlaufende Beiträge zu löschen, diesbezüglichen Schadenersatz gegenüber dem betreffenden User geltend zu machen, die Nutzer-Daten zu Zwecken der Rechtsverfolgung zu verwenden und strafrechtlich relevante Beiträge zur Anzeige zu bringen (siehe auch AGB).

Newsletter

Melden Sie sich hier mit Ihrer E-Mail-Adresse an, um täglich den "Krone"-Newsletter zu erhalten.