Mo, 16. Juli 2018

Urnengang nach Fusion

08.04.2018 08:00

Wahl der Bürgermeister ist eine reine Männer-Sache

97 Tage haben sogenannte Regierungskommissäre des Landes die Geschicke der beiden Fusions-Gemeinden Vorderweißenbach und Peuerbach geleitet. Heute, Sonntag, werden wieder die regulären Bürgermeister und der Gemeinderat gewählt. Jetzt schon fix: Zwei Männer werden siegen. Keine einzige Frau kandidiert.

27 der 440 Gemeinden sind aktuell in der Hand eine Frau. Das sind sechs Prozent.  Zum Vergleich: Niederösterreich hält bei rund elf Prozent. „Es gibt viel zu tun“, gibt sich ÖVP-Landesmanager Wolfgang Hattmannsdorfer mit aktuell 22 schwarzen Ortschefinnen nicht zufrieden.

Wahlkampf-Geplänkel ohne Frauen
Auf konkrete Zahlen will er sich nicht festlegen. Auf Landtagsebene soll der Anteil der ÖVP-Frauen von rund 40 auf 48 Prozent angehoben werden. Dafür wurden eigene Mentoring-Programme ins Leben gerufen.

Ruf nach Politiker-Karenz
Eine Politiker-Karenz wünscht sich die SP-Landtagsabgeordnete und zweifache Mutter Petra Müllner: „Wir arbeiten im Unterausschuss daran. Es ist kompliziert. Ich fordere, dass es während der acht Wochen Mutterschutz, eine Vertretungsrecht geben muss.“ Sie sieht in den vielen Abendterminen und Veranstaltungen das größte Problem. „Das sind aber nicht unsere Hauptaufgaben. Doch jeder erwartet unsere Teilnahme, da müsste sich das gesellschaftliche Bild ändern.

Ein Sieger steht schon fest
Deshalb machen auch viele Frauen einen Bogen um die Politik. In Peuerbach und Vorderweißenbach stellen sich weder eine ÖVP-Politikerin noch eine Kandidatin der anderen Parteien der Bürgermeisterwahl. Somit steht in Vorderweißenbach der Sieger schon fest: Leopold Gartner (VP) wird nach der Fusion mit Schönegg Ortschef bleiben.

Alt-Bürgermeister ist Favorit
Fünf Männer streben nach der Zusammenlegung mit Bruck-Waasen in Peuerbach das Bürgermeister-Amt an. Der Wahlkampf war dementsprechend intensiv. “Zum Teil unter der Gürtellinie", ärgert sich Alt-Ortschef und Favorit Wolfgang Oberlehner (VP).

Mario Zeko, Kronen Zeitung

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