Mo, 18. Juni 2018

Trump-Berater:

04.04.2018 19:16

„Vielleicht kommen Zölle gegen China nicht“

Donald Trumps neuer Chef-Wirtschaftsberater Larry Kudlow hält es für möglich, dass die US-Strafzölle gegen China nicht in Kraft treten werden. Kudlow, der vor wenigen Tagen Gary Cohn im Amt nachfolgte, sagte am Mittwoch Reportern in der Einfahrt des Weißen Hauses, der US-Präsident sei letztlich ein Anhänger des freien Handels. Trump wolle das Problem „so schmerzlos wie möglich“ lösen.

Zu Chinas Ankündigung, seinerseits Strafzölle zu verhängen, sagte Kudlow dem Fernsehsender Fox Business: „Wir sollten nicht überreagieren, mal sehen, wie das alles ausgeht. Am Ende dieses ganzen Prozesses, dem Ende des Regenbogens, steht ein Topf voll Gold.“

Die USA und China, die beiden größten Volkswirtschaften der Welt, wollen sich gegenseitig mit Strafzöllen von 25 Prozent auf Einfuhren in Höhe von je 50 Milliarden Dollar (gut 40 Milliarden Euro) pro Jahr überziehen. Die Eskalation in dem Handelsstreit nährt Sorgen über Gefahren für die Weltwirtschaft.

US-Markt für Agrarprodukte unter Druck
Die Eskalation im Handelsstreit zwischen den USA und China hat den Markt für einige Agrarprodukte deutlich unter Druck gesetzt. Sehr stark betroffen war der Handel mit Sojabohnen. Der Preis für ein Scheffel zur Lieferung im Mai fiel am Mittwoch um bis zu fünf Prozent unter zehn US-Dollar. Ein Scheffel Sojabohnen entspricht einer Menge von gut 27 Kilogramm. China ist der größte Abnehmer von US-Soja.

Als weltweit größter Produzent und Konsument von Schweinefleisch verbraucht China Unmengen an Sojabohnen, die unter anderem für Tierfutter verwendet werden. Von dem Handelsstreit profitieren könnten brasilianische Soja-Exporteure. Sie hatten bereits im vergangenen Jahr am meisten Soja nach China geliefert. Eugen Weinberg, Experte bei der Commerzbank, weist darauf hin, dass China aufgrund saisonaler Anbaubedingungen in den kommenden Monaten ohnehin mehr Sojabohnen aus Brasilien importieren werde.

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