Sa, 21. Juli 2018

Trotz Videokameras:

05.04.2018 05:00

Mehr Raub, Betrug und Drogen in Wels

Die Verdoppelung der Videokameras in der Welser Innenstadt hat sich bewährt: 16 von 33 aufgezeichneten Delikten konnten 2017 geklärt werden. Und obwohl auch die Einbruchsdiebstähle zurückgegangen sind, schockiert die neue Statistik: Drogendelikte, Raub, Betrug und Raufhandel sind stark gestiegen.

2015 wurden in der Welser Innenstadt vier Videokameras montiert, im Frühjahr 2017 hat die Stadt vier weitere angekauft, die Hotspots im Zentrum überwachen. Die neue Kriminalitätsstatistik für die Messestadt zeigt nun, dass „Big Brother“ seine Wirkung zeigt. Insgesamt haben die Kameras im letzten Jahr 33 Delikte, darunter Raub, Körperverletzung oder Diebstähle, aufgezeichnet. Die Hälfte der Straftaten, 16 Fälle, wurden mit Videos geklärt.

Kriminelle Handlungen und Aufklärungsquote leicht gestiegen
Auf den ersten Blick wirkt die Statistik fast positiv, doch auf den zweiten ganz und gar nicht: Insgesamt wurden in Wels im Vorjahr nämlich 5260 kriminelle Handlungen angezeigt, das sind „nur“ um 238 mehr als im Jahr davor. Gestiegen ist auch die Aufklärungsquote von 53 auf 62 Prozent. „Der landesweite Schnitt liegt bei 59 Prozent“, sagt Stadtpolizeikommandant Klaus Hübner.

Weniger Einbrüche
Und obwohl auch die Zahl der Einbruchsdiebstähle von 791 auf 625 zurückgegangen ist, gibt es für den für Sicherheit zuständigen Vizebürgermeister Gerhard Kroiß  - der übrigens selbst Polizist war - keinen  Grund, sich zurückzulehnen.

Drei Viertel mehr Drogenanzeigen
Denn verschärfte Kontrollen bei Drogen und Co. haben auch zu mehr Anzeigen geführt: Die Zahl der Delikte ist binnen eines Jahres um 74 Prozent von 353 auf 613 gestiegen.

Starke Zunahme auch bei Raub, Betrug und Raufereien
Ebenso stark zugenommen haben Anzeigen, die unter Raub fallen (30 Fälle, das ist ein Plus von 58%), Betrug betreffen (336 Fälle; +62%) oder sich um Raufhandel - sprich Schlägereien - drehen (30 Fälle; +50%). Für die Drogenproblematik fordert Kroiß nun eine eigene Task-Force der Polizei.

Simone Waldl, Kronen Zeitung

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