Mi, 15. August 2018

Pech für US-Nutzer?

04.04.2018 09:00

Facebook: EU-Datenschutzregeln nicht weltweit

Facebook-Chef Mark Zuckerberg plant keine weltweite Anwendung der neuen EU-Datenschutzregelungen. Das Unternehmen halte sich schon jetzt im Grundsatz an die Regelungen, welche im Mai in Kraft treten sollen, sagte Zuckerberg am Dienstag im Reuters-Interview. Grundsätzlich wolle Facebook die Privatsphäre der Nutzer weltweit garantieren, allerdings mit Ausnahmen. Details nannte er nicht.

Seine Äußerungen lassen darauf schließen, dass US-Nutzer des sozialen Netzwerks künftig schlechter gestellt sein könnten als Nutzer in der Europäischen Union. Der Umgang Facebooks mit den Informationen seiner mehr als zwei Milliarden Nutzer steht insbesondere seit dem Datenskandal um die britische Analysefirma Cambridge Analytica in der Kritik. Cambridge Analytica soll Daten von 50 Millionen Facebook-Nutzern auf mutmaßlich unlautere Art eingesetzt haben, um den Wahlkampf von US-Präsident Donald Trump zu unterstützen.

Die EU-Datenschutz-Grundverordnung tritt im Mai in Kraft. Ziel ist es, personenbezogene Daten besser zu schützen und die Verarbeitung der Daten durch Firmen einheitlicher zu gestalten. Sollten Unternehmen gegen die Auflagen verstoßen, drohen ihnen Strafzahlungen von bis zu 20 Millionen Euro oder bis zu vier Prozent ihres weltweiten Umsatzes. Apple und einige andere Technologiefirmen haben bereits angekündigt, auch ihren Kunden in den USA und in anderen Regionen den gleichen Datenschutz gewähren zu wollen wie den Europäern.

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