Mo, 20. August 2018

Sektorsperre

03.04.2018 07:50

Rapid: „Wäre wichtig, dass sie ihr Urteil lesen“

Trotz warnender Worte der Bundesliga hält Rapid an seinem Plan fürs St.-Pölten-Heimspiel fest. Der Gästesektor wird für 2300 Fans geöffnet. Weitere Strafen befürchtet Grün-Weiß deswegen nicht.  Im Video sehen Sie das Spiel gegen Mattersburg.

Der Schlagabtausch zwischen Rapid und dem Senat 1 der Bundesliga ist um ein Kapitel reicher: Die Hütteldorfer kündigten wie berichtet an, den Gästesektor im Allianz-Stadion beim Samstag-Spiel gegen St. Pölten für die eigenen Fans zu öffnen. Womit all jene von der Sektorensperre betroffenen Abonnenten, welche zugleich Mitglied sind sowie in der aktuellen Saison bei zumindest 12 Liga-Heimspielen im Stadion waren, am Mittwoch und Donnerstag zum Preis von 12 Euro Karten erwerben und das Match damit doch live verfolgen können. Was in Summe 2300 sind - von der Sperre betroffen sind insgesamt circa 7500 Fans. Ein Plan, der der Liga nicht gefällt: Sie kündigte an, die Urteils-Umsetzung genau zu prüfen. Womit die nächste (Geld-)Strafe im Raum steht.

Christoph Peschek hält demgegenüber fest: „Unsere Vorgehensweise wird durchgezogen, wir fürchten keine weitere Strafe“, betont Rapids Geschäftsführer. Denn für die Hütteldorfer   zählt einzig das Urteil - wo nicht erwähnt wird, dass das Öffnen alternativer Fansektoren verboten sei. Peschek: „Für uns ist klar, dass zwischen einem Urteil und einer Presseaussendung ein riesiger Unterschied besteht. Rechtswirksam ist nur das Urteil. Insofern wäre wichtig, dass sie ihr eigenes Urteil lesen.“

„Juristisch geprüft“
Einmal mehr hält Peschek fest, „dass der Senat 1 ein aus unserer Sicht völlig unverhältnismäßiges Urteil getroffen hat.“ Während er den guten Kontakt mit Bundesliga-Vorstand Christian Ebenbauer hervorhebt: „Ich weiß, dass auch Ebenbauer nicht glücklich mit Kollektivstrafen ist.“ Auch rechtlich hat Rapid Vorkehrungen getroffen. Peschek: „Wir haben unsere Vorgehensweise vorab intensiv juristisch geprüft, sind überzeugt, dass wir im Rahmen des Urteils ordentlich handeln.“

Christian Reichel, Kronen Zeitung

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