Mi, 20. Juni 2018

Mehr als im Vorjahr

30.03.2018 10:35

Sieben Verkehrstote in Tirol seit Jahresanfang

Traurige Unfallbilanz für Tirol. Seit Jahresanfang sind bereits sieben Menschen bei Verkehrsunfällen ums Leben gekommen, informiert der VCÖ. Im Vorjahr waren im 1. Quartal fünf Todesopfer zu beklagen. Der VCÖ spricht sich für verstärkte Maßnahmen gegen Schnellfahren und Handy am Steuer aus. In den Gemeinden und Städten kann mit Verkehrsberuhigung und fußgängerfreundlicher Verkehrsplanung die Verkehrssicherheit erhöht werden.

Tirol zählt leider zu jenen Bundesländern, wo heuer die Zahl der Verkehrstoten gestiegen ist. Die vorläufige Unfallbilanz des VCÖ zeigt, dass seit Jahresbeginn bereits sieben Menschen bei Verkehrsunfällen auf Tirols Straßen ums Leben kamen. Das sind um zwei Todesopfer mehr als zur gleichen Zeit des Vorjahres.

„Es gibt nur eine akzeptable Zahl an tödlichen Verkehrsunfällen und die ist null. Um diesem Ziel so nahe wie möglich zu kommen, braucht es verstärkte Maßnahmen auf Bundes-, Landes- und Gemeindeebene“, stellt VCÖ-Sprecher Christian Gratzer fest. So soll auf Bundesebene Handy am Steuer ins Vormerksystem aufgenommen werden. Wer mit dem Handy am Ohr telefoniert, reagiert ähnlich schlecht wie ein Alko-Lenker mit 0,8 Promille verdeutlicht der VCÖ.

Wichtig sind auch verstärkte Maßnahmen gegen das Schnellfahren. Rund jeder vierte tödliche Verkehrsunfall in Österreich passiert, weil der Unfalllenker zu schnell gefahren ist. Die Exekutive leistet durch ihre Verkehrskontrollen einen wichtigen Beitrag für mehr Verkehrssicherheit, gerade auch jetzt im Osterreiseverkehr.

Ausbau des Öffentlichen Verkehrs gefordert
Der VCÖ weist darauf hin, dass das Unfallrisiko mit dem Auto um ein Vielfaches höher ist als mit öffentlichen Verkehrsmitteln. Deshalb tragen der Ausbau des Öffentlichen Verkehrs sowie häufigere Bahn- und Busverbindungen zu mehr Verkehrssicherheit bei.

„Auch für die Vermeidung von Unfällen ist es sehr wichtig, dass mehr Pendlerinnen und Pendler mit Bahn oder Bus zur Arbeit fahren können und Jugendliche am Wochenende mit Nachtzug, Discobus oder Anrufsammeltaxi nach Hause kommen können“, betont VCÖ-Sprecher Gratzer. Mit dem Tirol-Ticket gibt es in Tirol eine kostengünstige Jahresnetzkarte für den Öffentlichen Verkehr.

Auch Gemeinden und Städte können einen wichtigen Beitrag zu mehr Verkehrssicherheit leisten. Durch eine fußgängerfreundliche Verkehrsplanung mit mehr Verkehrsberuhigung wird vor allem die Sicherheit älterer Fußgängerinnen und Fußgängern sowie von Kindern erhöht.

69 Verkehrstote im ganzen Land
Österreichweit kamen seit Jahresanfang bereits 69 Menschen bei Verkehrsunfällen ums Leben, die meisten Todesopfer - 20 - waren in Niederösterreich zu beklagen, berichtet der VCÖ. Im 1. Quartal 2017 kamen nach endgültigen Zahlen 71 Menschen bei Verkehrsunfällen ums Leben. 

 krone.at
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