Depot betroffen

Schon wieder Wassereinbruch in der Albertina

Österreich
23.10.2009 19:25
Erst vor wenigen Monaten haben Wien und ganz Österreich um die einzigartigen Kunstschätze in der Albertina gezittert - ein Wasserschaden im Zentraldepot (Bild) hätte beinahe die wertvollen Sammlungen beschädigt. Doch wie jetzt bekannt wurde, soll es schon wieder einen Wassereinbruch gegeben haben. Anzeichen für grobe Baumängel also?

"Das kulturelle Erbe Österreichs ist massiv gefährdet. Vor Monaten konnten die Kunstschätze in der Albertina gerade noch gerettet werden - doch die Verantwortlichen haben nichts aus der Katastrophe gelernt", so die Parteisprecherin der Freiheitlichen, Heidemarie Unterreiner, im "Krone"-Interview.

"Wurden nicht ausreichend informiert"
In einer Sonder-Debatte im Parlament, hatte Kulturministerin Claudia Schmied den neuerlichen Wassereinbruch in dem weltberühmten Museum bestätigt. Kunst-Expertin Unterreiner: "Der Vorfall hatte sich allerdings schon im September ereignet. Doch die Öffentlichkeit wurde damals offenbar nicht ausreichend informiert."

Der sogenannte Tiefenspeicher, in dem die grafischen Sammlungen untergebracht sind, weise nämlich erhebliche Baumängel auf, wie zum Beispiel das automatisierte Roboter-Beschickungs-System. "Während des letzten Schadenfalls fiel es permanent aus, verzögerte die Evakuierung. Wir fordern besseren Schutz für unsere Kulturschätze!"

von Brigitte Blabsreiter und Michael Pommer, Kronen Zeitung

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