Mi, 19. September 2018

Studie des ÖGB zeigt:

26.03.2018 10:43

43 Prozent der Lehrlinge leisten Überstunden

Zum zweiten Mal hat das Österreichische Institut für Berufsbildungsforschung (öibf) rund 6.000 Lehrlinge aus ganz Österreich zu ihrer Ausbildung befragt, 688 davon in Tirol. „Die Ergebnisse zeigen, dass auch Jugendliche bzw. Lehrlinge vor dem immer größer werdenden Druck in der Arbeitswelt nicht verschont bleiben. So leisten in Tirol 43 Prozent der Befragten Überstunden und drei Viertel gaben an, schon einmal arbeiten gewesen zu sein, obwohl sie sich krank fühlten“, fasst Tirols ÖGB-Jugendvorsitzender Thomas Spiegl zusammen.

Österreichweit betonten 84 Prozent der Lehrlinge, dass ihrem Lehrbetrieb der Antritt zur Lehrabschlussprüfung (LAP) besonders wichtig ist. Allerdings geben nur sechs von zehn Lehrlingen an, dass ihnen der Betrieb bei der Vorbereitung zur LAP hilft. „Hier zeigt sich, dass wir die Lehrlingsförderung neu denken müssen. Die Qualität der Ausbildung muss im Mittelpunkt stehen“, ist auch Tirols ÖGB-Vorsitzender Philip Wohlgemuth überzeugt. „Die Österreichische Gewerkschaftsjugend hat dazu ein Modell ausgearbeitet. Alle Firmen sollen in einen Ausbildungsfonds einzahlen, aus dem dann die hochwertig ausbildenden Betriebe die Ausbildungskosten refundiert bekommen“, so Wohlgemuth.

Weitere Ergebnisse
- 70 Prozent der Lehrlinge konnten ihren Berufswunsch verwirklichen; nur 6 Prozent sehen ihren Lehrberuf als Notlösung.
- Etwa ein Drittel der Lehrlinge gibt an, (sehr) häufig ausbildungsfremde Tätigkeiten durchführen zu müssen.
- Die betrieblichen Rahmenbedingungen werden von zwei Drittel bis drei Viertel der Lehrlinge positiv wahrgenommen.
- 71 Prozent der Lehrlinge sehen ihrer beruflichen Zukunft zuversichtlich entgegen, 10 Prozent eher negativ.
- 70 Prozent fühlen sich durch die Lehrausbildung gut auf die zukünftige Arbeit als Facharbeitskraft vorbereitet, 11 Prozent eher nicht gut vorbereitet. 
- Insgesamt sind 70 Prozent mit ihrer Lehrausbildung sehr bzw. eher zufrieden. Jeder neunte Lehrling (11 Prozent) hingegen ist mit der Ausbildung (eher) nicht zufrieden.

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