Do, 21. Juni 2018

Gewerbeschein besessen

25.03.2018 19:42

Darf Ministerin auch Wünschelrutengeherin sein?

Aufregung um Wirtschaftsministerin Margarete Schramböck! Es hat sich herausgestellt, dass die 47-jährige ÖVP-Politikerin bis zu ihrem Amtsantritt als Regierungsmitglied einen Energetik-Gewerbeschein hatte. Demnach war sie zum Beispiel befugt, mit Pendel oder Wünschelrute zu arbeiten, um etwa Störfelder im Körper oder in Wasseradern zu erkennen. Ob das mit ihrer aktuellen Arbeit als Ministerin vereinbar ist?

Der Gewerbeschein mit detaillierter Beschreibung der Tätigkeiten (siehe Faksimile unten) liegt krone.at vor. Daraus geht hervor, dass der Gewerbeschein Schramböcks vom 1. November 2010 bis 5. Jänner 2018 gültig war. Wünschelrutengeher haben es sich zum Beispiel zur Aufgabe gemacht, Schlafplätze auf Erdstrahlen auszumessen oder Wasser für Brunnen zu suchen. Laut Tätigkeitsbeschreibung durfte Schramböck zudem mit Lichtquellen, Musik, Aromastoffen und Edelsteinen arbeiten. Auch mit fernöstlichen Praktiken wie Feng Shui oder Zen sei sie vertraut gewesen.

„Ministerin hat Arbeit als Energetikerin nie aktiv ausgeübt“
Das Büro der Ministerin bestätigte gegenüber krone.at die Echtheit des Gewerbescheins. Allerdings wäre der Schein nur bis zu Schramböcks Wechsel in die Politik gültig gewesen. Vor ihrer Politkarriere war sie bekanntlich Chefin bei A1. „Sie hat den Gewerbeschein rein aus persönlichem Interesse gelöst, den Beruf als Energetikerin aber nie aktiv ausgeübt“, so das Büro der Ministerin.

Krankenhaus Nord: „Bewusstseins-Forscher“ sorgt für Aufregung
Zuletzt sorgte in der Causa Wiener Krankenhaus Nord ein „Bewusstseins-Forscher“ für Empörung. Der Ex-Autohändler und NLP-Trainer legte um die Baustelle einen „Energie-Schutzring“. Für eine Analyse sowie für die „energetische Reinigung des Grundstücks“ und sein Bemühen, „äußere Einflüsse am Höchstmöglichen auszurichten“ (Zitat), erhielt der Unternehmensberater im Jänner immerhin 95.000 Euro Steuergeld

 krone.at
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