So, 19. August 2018

Tank explodiert

22.03.2018 14:19

Unglück in tschechischer Chemiefabrik: Sechs Tote

Zu einer verheerenden Explosion mit sechs Toten ist es am Donnerstag in einem tschechischen Chemiewerk gekommen. Das Unglück in der Industriestadt Kralupy nad Vltavou (Kralup an der Moldau) ereignete sich während der Reinigung eines Tanks für Treibstoffe. Neben den Todesopfern gab es auch zwei schwer verletzte Arbeiter, die mit Verbrennungen am Körper in Spezialkliniken gebracht werden mussten.

Die Einsatzkräfte waren mit einem Großaufgebot, darunter zwei Rettungshubschraubern, vor Ort. In dem petrochemischen Betrieb rund 25 Kilometer nordwestlich von Prag werden Treibstoffe und Grundstoffe für die Kunststoffindustrie hergestellt.

Schwerster Chemieunfall in Tschechien seit mehr als 30 Jahren
Mit sechs Toten ist es die schwerste Katastrophe in der tschechischen Chemieindustrie seit mehr als drei Jahrzehnten. Mittlerweile ist die Situation auf dem Raffineriegelände der Firma Unipetrol laut Angaben eines Firmensprechers wieder unter Kontrolle. Es bestehe keine Gefahr für die Öffentlichkeit. Dem Vernehmen nach dürften nicht alle Sicherheitsvorschriften eingehalten worden sein.

Die Ermittlung der genauen Unfallursache wird wohl mehrere Tage in Anspruch nehmen. Präsident Milos Zeman und Regierungschef Andrej Babis sprachen den Angehörigen der Toten ihr Beileid aus. Der tschechische Innenminister Lubomir Metnar eilte zum Unglücksort. In Kralupy nad Vltavou war es in einem benachbarten Werk bereits vor zweieinhalb Jahren zu einer Explosion gekommen, bei der zwei Arbeiter verletzt wurden. Bei einem der schlimmsten Chemieunglücke auf dem Gebiet des heutigen Tschechien waren im Juli 1974 17 Menschen bei einer Explosion in einer Fabrik bei Most (Brüx) in Nordböhmen gestorben.

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