Mo, 23. Juli 2018

In Straßwalchen:

22.03.2018 08:00

Der Ortskern hat Verkehr wie vor vier Jahren

Trotz der 2014 erbauten Umfahrung schlängeln sich noch immer gleich viele Fahrzeuge durch Straßwalchen. Eine weitere Umfahrung könnte Abhilfe schaffen. Der Bau ist im Moment eher unwahrscheinlich. Für Bürgermeister Kreil hinkt die Infrastruktur im Flachgau seit Jahrzehnten den Bedürfnissen immer nur hinterher.

2014 konnten die Straßwalchner endlich durchatmen: Mit der Fertigstellung der Umfahrung waren 40 Prozent des Verkehrs aus dem Ortsgebiet verschwunden. Die Freude hielt jedoch nicht lange an. Nicht einmal vier Jahre später zeigt sich das gleiche Bild wie vor dem Bau der 50 Millionen Euro teuren Umfahrung. Unzählige Autos und Lkw‘s quälen sich durch den Ortskern. „Daran sieht man gut wie stark der Verkehr in den vergangenen Jahren zugenommen hat“, sagt Bürgermeister Fritz Kreil. 10.000 Fahrzeuge strömen von Ried aus in oder durch den Ort, 4.000 weitere aus Richtung Linz. Lösungsansätze gibt es dafür nicht wirklich. Kreil: „Man könnte eine weitere Umfahrung vom Lagermax auf die Bundestraße B1 in Richtung Frankenmarkt bauen. Der Anschluss wäre dort vorbereitet. Ich bin mir aber sicher, dass ich diese Variante nicht mehr als Bürgermeister erleben werde.“ Geplant wäre ein Tunnel mit Unterflurtrassen – ähnlich der bestehenden Umfahrung.

Für Kreil liegt das Verkehrs-Problem schon Jahrzehnte zurück. Eine Lösung wäre damals eine Art Schnellstraße außerhalb der Orte gewesen. „Das ist heute natürlich nicht mehr möglich. So fährt man von Umfahrung zu Umfahrung“, sagt der Bürgermeister. Man sei im Flachgau in der Infrastruktur immer hinten nach. Für das Stau-Problem im Ortszentrum, direkt am Mayburgerplatz, könnte er sich einen Kreisverkehr wie an der Salzburger Steinlechner-Kreuzung vorstellen. Dabei kann man die Mitte der Insel überfahren, was für die Lkw’s wichtig ist. „Wir wollen ihn unbedingt für ein halbes Jahr ausprobieren und dann sehen, ob es funktioniert“, so Kreil. Auch wenn er nicht von Anfang optimal klappt, möchte Kreil den Kreisverkehr über die gesamte Dauer installieren. Gespräche gab es dazu schon mit Landesrätin Brigitta Pallauf.

Nach 19 Jahren als Gemeindeoberhaupt weiß er um die Schwierigkeiten mit dem Verkehr: „Als die Lkw-Maut in Österreich eingeführt wurde, wichen natürlich viele über die Land- und Bundesstraßen aus. Das ist auch heute noch so.“ 1000 Arbeitsplätze durch die großen FirmenVerkehr wird auch von den großen Firmen, wie etwa Lagermax, Quehenberger oder Augustin, beim Ort erzeugt. „Es ist natürlich immer schwierig eine ausgewogene Mischung zwischen Wirtschaft und Bevölkerung zu finden. 1000 Arbeitsplätze wurden von diesen Firmen geschaffen. Es ist eine Gradwanderung“, sagt der Bürgermeister.

Felix Roittner
Felix Roittner

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