Mo, 24. September 2018

Ferlach

20.03.2018 08:03

Schul-Phantom schlägt wieder zu

Die Affäre um anonyme Anzeigen an der HTBLVA Ferlach zieht weitere Kreise: Der Verfasser versucht offenbar, auch andere Direktoren in die Causa hineinzuziehen. Unter dem Pseudonym „Max Mustermann“ trudelte eine E-Mail bei allen HTL in Kärnten ein, um auf angebliche Missstände in Ferlach hinzuweisen.

Knapp 100 Anzeigen sind bereits seit Juni 2016 gegen die HTBLVA Ferlach eingebracht worden. Von der angeblich „ungültigen Matura“ bis zum „schweren Werkstättenunfall“. Ursprünglich war vermutet worden, die Serie würde 2018 aufhören, da die „Probezeit“ der Direktorin vorbei ist und sie  einen unbefristeten Vertrag erhalten hat.

„Max Mustermann“ schrieb an Kärntner HTL
Dieser Tage trudelte jedoch das nächste Schreiben ein. Diesmal erging es auch an die Direktionen anderer HTL in Kärnten. „Damit ist eine neue Dimension erreicht“, so Landesschulratschef Rudolf Altersberger. Als „Max Mustermann“ von der „Bildungsinitiative Ferlach“ gibt sich der Absender diesmal aus und verweist auf ein Schreiben des Bildungsministeriums. „Es zeigt auf, dass die Führung des Pflichtgegenstandes Italienisch an der HTL Ferlach seit 2015 rechtswidrig ist“, schreibt der Verfasser. Seitens der Schulbehörden heißt es, dass es sich dabei um eine „alte Geschichte“ aus dem Vorjahr handle, die vom Verfasser jetzt als „neu“ verkauft werde.

Ermittlungen laufen in alle Richtungen
Unterdessen gehen die Ermittlungen – sowohl gegen die Schulleitung als auch den anonymen Verfasser – weiter. Da dieser aufgrund der Insiderinformationen im Schulpersonal vermutet wird, hat es hausintern schon Befragungen gegeben. Die Schulleitung will bis auf weiteres keine öffentliche Stellungnahme abgeben. „Es gäbe eine Menge zu sagen, aber solange die Ermittlungen laufen, müssen wir uns zurückhalten“, heißt es.

Christian Rosenzopf
Christian Rosenzopf

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