Am Ende war es für Sturm trotzdem ein etwas schmeichelhafter Heimsieg, in einem von vielen Fehlpässen geprägten Spiel mussten die "Blackies" schon zur Pause mit dem 0:0 mehr als zufrieden sein. Die zuvor acht Runden lang ungeschlagenen Rapidler mussten zwar bereits ab der 11. Minute den an der Leiste verletzten Heikkinen - der Finne ist für die Europa-League-Partie gegen Tel Aviv damit fraglich - vorgeben, trotzdem hätte der über die Flanken gefährliche Rekordmeister in den ersten 45 Minuten schon fast vorlegen müssen. Besonders Solo-Spitze Jelavic erwies sich als permanenter Gefahrenherd für die nicht unbedingt sattelfeste Grazer Defensive.
Jelavic sorgt beständig für Unruhe
So nötigte der Kroate Sturm-Keeper Gratzei bereits in der 11. Minute zu einer ersten Glanzparade und sorgte nach einem Schuss, der Kandelaki unabsichtlich an der Hand traf (18.), für Elfmeteralarm. Eine Hereingabe von Drazan setzte Jelavic außerdem nur knapp über das Tor (32.). Die beste Chance für die Grün-Weißen ließ Sekunden vor dem Pausenpfiff aber Boskovic ungenutzt: Der spielfreudige Montenegriner lupfte den Ball nach einem Abspielfehler der Grazer allein vor Gratzei jedoch neben das Gehäuse. Gratzeis Gegenüber, Rapids doch noch fit gewordener Torhüter Helge Payer, erlebte dagegen zunächst einen geruhsamen Nachmittag.
Beichler schockt starke Rapidler
Der anstelle des noch rekonvaleszenten Haas an vorderster Front spielende Beichler sorgte mit einem Schuss an die Außenstange (48.) freilich für einen wahrlich stürmischen Beginn in die zweite Spielhälfte. Acht Minuten später brach der Teamkicker nach idealer Vorarbeit von Samir Muratovic und Andreas Hölzl mit seinem siebentem Saisontreffer auch den Torbann. Rapid-Trainer Peter Pacult reagierte auf den Rückstand seines Teams nach einer Stunde Spielzeit und brachte mit Salihi für Drazan einen echten zweiten Stürmer. Die Hütteldorfer erwiesen sich aber weiterhin in ihrer Chancenauswertung zu ineffektiv.
Strittige Szenen kurz vor dem Abpfiff
Zunächst gefährdete Sturm-Innenverteidiger Schildenfeld mit einem missglückten Abwehrversuch (70.) die Grazer Torsperre, danach setzte Salihi einen Kopfball (72.) nur knapp neben das für Rapid an diesem Tag vernagelte Tor. Erst am Ende überschlugen sich noch einmal die Ereignisse: In der 94. Minute wurde Salihi ein Treffer wegen Abseits zu Unrecht aberkannt, Jelavic sah wegen Schiedsrichter-Kritik daraufhin noch die Gelb-Rote Karte
Sturm - Rapid 1:0 (0:0)
UPC-Arena, 15.300 Zuschauer, SR Schörgenhofer
Tor: Beichler (56.)
Gelb-Rote Karte: Jelavic (90.)










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