17.03.2018 06:00 |

Tour rund um Bahnhof

Die „Krone“ auf Streife

Die „Krone“ begleitete zwei Polizisten im Dienstwagen rund um das Salzburger Bahnhofsviertel. Das Duo erzählte offen über seinen Alltag.

Seit acht Jahren achtet Polizist Georg V. in der Salzburger Bahnhofsgegend, dass alles gesittet abläuft. Es war eine freiwillige Entscheidung, sich nach der Ausbildung im „Problemviertel“ stationieren zu lassen. Was den Bahnhof ausmacht? „Im Team herrscht eine gute Stimmung. Der Außendienst ist für viele Polizisten der Grund, den abwechslungsreichen Beruf auszuüben“, so Georg V. Lange kann während der Tour durch „sein“ Gebiet zusammen mit Kollegen Christopher L. nicht gesprochen werden, denn schon kommt uns ein Ortsunkundiger in einer Einfahrt Verboten-Straße entgegen. Dieser zeigte sich einsichtig, entschuldigte sich und kam so einer Strafe davon. Einen Alko-Vortest musste er trotzdem über sich ergehen lassen. „Alles gut, Sie dürfen die Fahrt fortsetzen“, winken ihn die beiden Polizisten davon. Das Duo ist top eingespielt, wie sich bei der nächsten Kontrolle nur kurze Zeit später zeigte. Eine Autofahrerin missachtete das Linksabbiegeverbot. Diesmal belehrte Christopher L. die Dame.

Letzte Station: Der Vorplatz am Hauptbahnhof. Bei zwei Afghanen wurde eine fremdenpolizeiliche Kontrolle durchgeführt. „Wir schauen, ob sie den Ausweis dabei haben und ob sie sich hier rechtmäßig aufhalten“, erklärte Christopher L., dass in diesem Fall alles passte.

Überdies haben es die Polizisten häufig mit lautstark streitenden Obdachlosen zu tun: „Mit denen haben wir auch so Kontakt, nicht nur, wenn sie Blödsinn machen. Wir reden sie mit dem Vornamen an, das baut Vertrauen auf“, sind sich die Beamten einig, dass der Respekt vor gewissen Situationen nicht fehlen darf. Eine Bettlerproblematik gäbe es in ihrem Viertel nicht.

„Den größten Schreck hatte ich auf einer Kurdendemo, wo sich ein Mann direkt neben mir angezündet hat. Im ersten Moment sind wir von einem Terroranschlag ausgegangen“, ist Georgs Einsatz nicht immer so ruhig wie der am Freitag.

Sandra Aigner
Sandra Aigner

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