Di, 21. August 2018

Betrugs-Prozess

12.03.2018 17:04

100 Prozent Rendite versprochen: Haftstrafe!

Es klang wohl zu schön, um wahr zu sein: Das dürften sich die zwei bayerischen Opfer erst im Nachhinein gedacht haben. 365.000 bzw. 75.000 Euro investierten sie in ein Anlege-Modell. Drei Geschäftsmänner (54, 62, 62) versprachen 100 Prozent Rendite. Es war schwerer Betrug, stellte ein Schöffensenat fest.

Zweifel hatte der Unternehmer aus Bayern schon, wie er bei seiner Zeugenaussage über das Handy des Vorsitzenden ausrichtete: „Aber sie sagten mir, ich kann das Geld nicht verlieren.“ 365.000 Euro investierte der Handwerksmeister, sein gesamtes Erspartes.

Anlege-Vertrag an einem Sonntag per Fax verschickt . . .

Den Vertrag für das Anlege-Finanzierungsmodell bekam er an einem Samstag im März 2014 zugesandt, einen Tag später schickte er das unterschriebene und auf Englisch gehaltene Schreiben zurück: per Fax an einem Sonntag. „Eigentlich kann ich nicht gut Englisch.“ Ihm sei sogar gesagt worden, dass ein Teil des Geldes als Weltförderung genutzt werde. „Also, dass man Armen etwas Gutes tut“, so das Opfer. Auch ein zweiter Bayer ging den drei angeklagten Geschäftsmännern – zwei sind einschlägig vorbestraft – auf den Leim und investierte 75.000 Euro.

Beide Bayern bekamen ihr Erspartes wieder

Beide bekamen ihr Geld wieder: Dieses wurde aufgrund eines Geldwäsche-beschlagnahmt, bevor es auf ein Konto in Dubai landete. Nicht geständig zeigte sich das Trio zu Prozessbeginn Anfang November. Nun, am vierten Prozesstag, fielen Schuldsprüche: Zwei Teilbedingte Haftstrafen von drei Jahren (1 Jahr unbedingt) bzw. zwei Jahren (4 Monate unbedingt) sowie eine 15-monatige Bewährungsstrafe sprach Richter Albrecht Mandl aus. Zwei Angeklagte meldeten Rechtsmittel an, daher: nicht rechtskräftig.

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