Von Kamera geblitzt

Grazer soll tödlichen Radunfall verursacht haben

Kärnten
15.10.2009 17:35
Fast fünf Monate, nachdem die Moosburger Studentin Sabrina P. (25) bei einem tragischen Verkehrsunfall in der Grazer Innenstadt tödlich verletzt worden ist, ist nun der flüchtige Lenker ausgeforscht worden. Dabei handelt es sich um einen 19-Jährigen, der die Radfahrerin laut Erhebungen mit seinem Pkw erfasst haben soll.

Der Unfall an der Kreuzung Joanneumring - Schmiedgasse im Zentrum von Graz ereignete sich am 19. Juni kurz vor Mitternacht bei strömendem Regen: Die 25-jährige Kärntnerin war sterbend auf der Straße gefunden worden, nachdem sie vermutlich von einem Auto niedergestoßen worden war. Der Regen und wenig ergiebige Zeugenaussagen ließen die Ermittlungen zunächst stocken.

Grazer von Rotlicht-Kamera geblitzt
Den entscheidenden Hinweis lieferte nun die Auswertung einer Rotlicht-Kamera an einer benachbarten Kreuzung, die den Grazer zum Unfallzeitpunkt geblitzt hatte. Der Verdächtige ist nicht geständig, er hat sich aber bei der Einvernahme in zahlreiche Widersprüche verwickelt. Wie es in diesem Fall jetzt weitergehen wird, entscheidet die zuständige Staatsanwältin.

Nach letztem Ermittlungsstand dürfte es zu keiner Kollision gekommen sein. Diesbezügliche Spuren wurden jedenfalls weder am Rad noch am Pkw gefunden. Der Autofahrer soll aber die bei Grün zügig die Kreuzung querende Radlerin geschnitten und so ein Bremsmanöver provoziert haben, das zu dem tödlichen Sturz geführt hat. Zwei Gutachten, ein gerichtsmedizinisches und ein Kfz-technisches, wurden beauftragt.

Der Sprecher der Staatsanwaltschaft Graz, Hansjörg Bacher, bestätigte Ermittlungen wegen fahrlässiger Tötung unter besonders gefährlichen Verhältnissen. Eine Entscheidung der Staatsanwaltschaft über eine Anklageerhebung stehe in den kommenden Wochen bevor.

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