Sa, 22. September 2018

Attacke auf Wachsoldat

12.03.2018 15:19

„Ich schaue immer, ob ich verfolgt werde“

In der Nacht auf Montag hat ein 26-jähriger Wiener mit ägyptischen Wurzeln vor dem Sitz des iranischen Botschafters in der Bundeshauptstadt einen 23-jährigen Wachsoldaten mit einem Messer attackiert und mehrmals auf ihn eingestochen. Der Soldat machte daraufhin Gebrauch von seiner Dienstwaffe und erschoss den Angreifer. krone.at war vor Ort und sprach mit Passanten. Die Meinungen der Befragten gehen auseinander ...

Einer der Passanten zeigte sich ganz und gar nicht unbeeindruckt von dem Vorfall: „Das beunruhigt mich etwas, weil ich wohne gleich hier in der Gegend.“ In eine ähnliche Kerbe schlägt eine Dame: „Wenn ich mich alleine auf der Straße bewege, dann schaue ich immer, ob ich verfolgt werde!“ Wenn sie durch den Wald spaziert, habe sie immer Pfefferspray bei sich, erklärte die Frau.

„Grundsätzlich ein Problem“
Ein anderer zeigte sich hingegen „eigentlich unbeeindruckt“, schließlich könne so etwas „immer passieren und ich fühle mich nicht unsicherer oder bedroht“. Die Hintergründe der Tat sind noch Gegenstand polizeilicher Ermittlungen. Herkunft und Staatsbürgerschaft des Täters sind für den Herren aber ohnehin nicht so wichtig. Seiner Meinung nach ist solch ein Vorfall „grundsätzlich ein Problem“, egal ob der Angreifer Österreicher ist oder nicht. „Wenn der einen Angriff auf das Wachpersonal macht, ist das in jedem Fall zu verurteilen.“

„Glaube, der Mann wollte sich abreagieren“
„Es ist ja idiotisch, mit einem Messer einen Bewaffneten Soldaten anzugreifen“, versteht eine weitere Dame das Vorgehen des Angreifers nicht. „Ich glaube, dass der Mann mit dem Messer sich irgendwie abreagieren wollte.“

Angriff mitten in der Nacht
Der 26-Jährige griff den Wachsoldaten in der Nacht auf Montag gegen 23.30 Uhr mit einem Messer an und stach im Kampf unentwegt auf ihn ein. Nachdem der Einsatz von Pfefferspray wirkungslos blieb, griff der 23-Jährige Soldat zu seiner Glock 17, mit der er zuerst einen Warnschuss abgab. Weil auch das keine Wirkung zeigte, erschoss er den Angreifer.

Thomas Zeitelberger
Thomas Zeitelberger

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