Der Unfall an der Kreuzung Joanneumring-Schmiedgasse im Zentrum von Graz passierte am 19. Juni kurz vor Mitternacht bei strömendem Regen: Eine Radfahrerin war sterbend auf der Straße gefunden worden, nachdem sie - so die Vermutung - von einem Auto niedergestoßen worden war. Der Regen und wenig ergiebige Zeugenaussagen ließen die Ermittlungen zunächst stocken.
Die Wende brachte die Auswertung einer Rotlicht-Kamera an einer benachbarten Kreuzung: Laut Staatsanwaltschaft wird gegen den 19-jährigen Pkw-Lenker ermittelt, der auch zugab, zur fraglichen Zeit dort unterwegs gewesen zu ein. Mit dem Unfall will er jedoch nichts zu tun und auch nichts davon mitbekommen haben.
Verdächtiger soll Radlerin geschnitten haben
Nach letztem Ermittlungsstand dürfte es zu keiner Kollision gekommen sein. Diesbezügliche Spuren wurden jedenfalls weder am Rad noch am Pkw gefunden. Der Autofahrer soll aber die bei Grün zügig die Kreuzung querende Radlerin geschnitten und so ein Bremsmanöver provoziert haben, das zu dem tödlichen Sturz führte. Zwei Gutachten, ein gerichtsmedizinisches und ein kfz-technisches, wurden in Auftrag gegeben.
Der Sprecher der Staatsanwaltschaft Graz, Hansjörg Bacher, bestätigte Ermittlungen wegen fahrlässiger Tötung unter besonders gefährlichen Verhältnissen. Eine Entscheidung der Staatsanwaltschaft über eine Anklageerhebung stehe in den kommenden Wochen bevor.









Kommentare
Da dieser Artikel älter als 18 Monate ist, ist zum jetzigen Zeitpunkt kein Kommentieren mehr möglich.
Wir laden Sie ein, bei einer aktuelleren themenrelevanten Story mitzudiskutieren: Themenübersicht.
Bei Fragen können Sie sich gern an das Community-Team per Mail an forum@krone.at wenden.