"Als Gemeindebund sind wir sehr interessiert an einer Aufgabenreform", so der Präsident, der etwa an Aufgaben im Bereich des Schulwesens denkt. Die Doppelgleisigkeiten etwa bei Bezirksschulräten und Landesschulräten ebenso wie bei den Schulinspektoren gehöre bereinigt. Auch sei man bereit, über die Schulerhaltung zu sprechen. "Gröbere Einschnitte", auch was die Finanzierung betrifft, seien denkbar. Für Kinderbetreuung etwa könnten künftig gänzlich die Gemeinden zuständig sein, und auch im Spitalswesen sind für Mödlhammer Neuerungen vorstellbar.
"Wir gehen gerne in das Konklave hinein"
Pröll wünschte sich bei seiner Rede für Österreichs Zukunft am Mittwoch für nächstes Jahr ein Konklave zur Verwaltungsreform (siehe Infobox). "Wir gehen gerne in das Konklave hinein. Wir haben bereits Reformbereitschaft bewiesen und legen Ideen auf den Tisch. Ich erwarte mir die Flexibilität aber auch von den anderen Gebietskörperschaften", erklärte Mödlhammer dazu. Aus langjähriger Erfahrung habe sich jedoch gezeigt, dass dies nur funktionieren kann, wenn im Umfeld keine Wahlen stattfinden. Für die Zeit nach den geplanten Landtagswahlen nächstes Jahr zeigte er sich zuversichtlich, räumte jedoch gleich ein: "Rasch wird es nicht gehen."
Mödlhammer sieht durchaus Sparpotenziale
Obwohl der Handlungsspielraum gerade kleiner Gemeinden bereits sehr knapp ist, sieht Mödlhammer durchaus noch Sparpotenziale. Nicht jede Ortschaft würde beispielsweise ein eigenes, riesiges Feuerwehrhaus oder einen Bauhof oder auch eine separate Lohnabrechnung für ihre Mitarbeiter brauchen, zeigte er sich überzeugt. Gleichzeitig machte er aber darauf aufmerksam, dass 80 Prozent des Personals in den Gemeinden im Dienstleistungsbereich tätig ist, und gerade hier - etwa in den Kindergärten oder im Bereich der Pflege - habe es zusätzliche Belastungen gegeben.









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