Mi, 17. Oktober 2018

Gegen „Schnellschuss“

11.03.2018 14:03

Rapid und Austria kämpfen nun FÜR Pyrotechnik!

Grün-Weiß-Violetter Schulterschluss im heimischen Fußball: Die geplante Aufhebung der Pyrotechnik-Ausnahmeregelung bei Sportgroßveranstaltungen stößt bei den Wiener Großklubs Rapid und Austria auf wenig Verständnis! „Eine legalisierte und sichere Verwendung ist deutlich klüger als eine kriminalisierte und unsichere“, meinte Rapids Wirtschafts-Geschäftsführer Christoph Peschek. Sein Kollege bei Austria Wien, Markus Kraetschmer, ortete einen „Schnellschuss“.

Schließlich könne die derzeitige Praxis des zeitlich und örtlich beschränkten Abbrennens von Pyrotechnik als „sehr gut eingespielt“ bezeichnet werden, erklärte Kraetschmer. „Gerade dort, wo es aktive Fanszenen gibt, wurde durch den guten Dialog des jeweiligen Klubs mit seinen Fangruppen ein Verständnis geschaffen“, erinnerte der Manager. Peschek nannte die Ausnahmeregelung und den Umgang damit auf Twitter eine „hervorragende Lösung, um die man von “Klubs in ganz Europa auch beneidet" werde.

“Es gibt andere Prioritäten,„ meinte Kraetschmer im Hinblick etwa auf Gegenstände, die von den Tribünen auf Spieler geworfen wurden. “Auch Kracher und Böller sind absolute No-Gos.„ Sein Verein befinde sich seit geraumer Zeit im Dialog mit den eigenen Fangruppen, um für die im Sommer zu eröffnende Generali-Arena eine adäquate Vorgehensweise auszuarbeiten. Diese Bemühungen stünden jetzt wieder infrage, erklärte Kraetschmer, der sich auch daran störte, dass man von Behördenseite keinerlei Kontakt zu den Vereinen gesucht habe. “Das war in den vergangenen Jahren besser.„

Man wolle die Causa aber noch nicht verloren geben und in Absprache mit Bundesliga-Vorstand Christian Ebenbauer als Liga vereint auftreten. “Wir werden den Dialog suchen", sagte Kraetschmer. Bei der Klubkonferenz am 18. und 19. März werde man das Thema auf die Tagesordnung setzen. Einer jener Vereine, der von der Änderung ebenfalls in größerem Ausmaß betroffen wäre, ist Sturm Graz, das sich offiziell aber erst am Dienstag im Rahmen einer schon länger angesetzten Pressekonferenz in der Sache äußern will.

Wie es am vergangenen Freitag aus dem Innenministerium hieß, solle das 2009 im Nationalrat beschlossene Verbot bengalischer Feuer bei Sportgroßveranstaltungen kommende Woche ausnahmslos gelten. Damit wäre die derzeitige Praxis, die Leuchtfeuer im Rahmen von Ausnahmebewilligungen abzubrennen, in den heimischen Bundesliga-Stadien nicht mehr möglich. Zu den Ausnahmefällen sollen dann nämlich nur noch Großereignisse wie ein Champions-League-Finale zählen.

 krone.at
krone.at

Kommentare

Eingeloggt als 
Nicht der richtige User? Logout

Willkommen in unserer Community! Eingehende Beiträge werden geprüft und anschließend veröffentlicht. Bitte achten Sie auf Einhaltung unserer Netiquette und AGB. Für ausführliche Diskussionen steht Ihnen ebenso das krone.at-Forum zur Verfügung.

User-Beiträge geben nicht notwendigerweise die Meinung des Betreibers/der Redaktion bzw. von Krone Multimedia (KMM) wieder. In diesem Sinne distanziert sich die Redaktion/der Betreiber von den Inhalten in diesem Diskussionsforum. KMM behält sich insbesondere vor, gegen geltendes Recht verstoßende, den guten Sitten oder der Netiquette widersprechende bzw. dem Ansehen von KMM zuwiderlaufende Beiträge zu löschen, diesbezüglichen Schadenersatz gegenüber dem betreffenden User geltend zu machen, die Nutzer-Daten zu Zwecken der Rechtsverfolgung zu verwenden und strafrechtlich relevante Beiträge zur Anzeige zu bringen (siehe auch AGB).

Sportticker
Nach 0:2 in Dänemark
Teamchef Foda: „Wir hatten keine Zielstrebigkeit“
Fußball International
2:6 gegen Zürich Lions
Vienna Capitals in Champions Hockey League out!
Eishockey
Klare Niederlage
Das war nichts! Österreich in Dänemark chancenlos
Fußball International
1:2 beim Weltmeister
Deutschland verliert auch in Paris! Jogi, was nun?
Fußball International
Neymar & Co. siegen
Später Erfolg! Brasilien ringt Argentinien nieder
Fußball International
Spiele manipuliert?
Betrugs-Skandal in Belgien: U-Haft verlängert!
Fußball International
Gruppenplatz 2 fixiert
ÖFB-U21 wahrt EM-Chance mit irrem 3:2 gegen Russen
Fußball International
Neuer Strafenkatalog
Bundesliga setzt gegen „böse Fans“ auf Punktabzüge
Fußball National
Klub greift durch
Nach Prügelei: Arda Turan muss hohe Strafe zahlen
Fußball International

Newsletter

Melden Sie sich hier mit Ihrer E-Mail-Adresse an, um täglich den "Krone"-Newsletter zu erhalten.