"Tipps aus Container"

Polizistentagung suchte Wege zur Kriminalprävention

Wien
15.10.2009 11:12
Die Wiener Polizei verstärkt in Sachen Dämmerungseinbrüche ihre Bemühungen – sie will ab sofort genau dort präsent sein, wo derartige Straftaten verübt werden. So hofft man, potenzielle Opfer schneller und leichter zu erreichen. Zum Zweck der Kriminalprävention ließen sich die Wiener Beamten dieser Tage auch von Kollegen aus mittel- und osteuropäischen Staaten inspirieren. Gänzlich auf eigener Geisteskraft jedoch beruht freilich die Idee von "Sicherheitstipps aus dem mobilen Container".

Dabei soll in einem Container Sicherheitstechnik – von einbruchshemmenden Türen bis hin zu Alarmanlagen – gezeigt werden. Dazu gibt es weiters auch Beratung von Fachleuten. Der Container wird am 26. Oktober auf dem Rathausplatz präsentiert. Das kündigte der Leiter des Beratungsdienstes, Walter Hladik, anlässlich einer internationalen Kripo-Arbeitstagung in Wien an.

Erfahrungsaustausch mit Polizeikollegen
Leiter kriminalpolizeilicher Abteilungen mittel- und osteuropäischer Städte diskutierten zuletzt drei Tage lang Möglichkeiten von Kriminalprävention und eigene Erfahrungen mit derartigen Projekten. In Berlin sind etwa Kriminalbeamte mit Theaterspiel erfolgreich: Sie stellen szenisch dar, wie sich Opfer verhalten bzw. nicht verhalten sollen. Zielgruppen sind unter anderem ältere Menschen, die Trickdieben auf den Leim gehen könnten. Die schauspielernden Kriminalbeamten treten zu diesem Zweck in Seniorentreffs auf. In Wien überlegt man, ebenfalls ein solches Projekt zu starten.

Rumänen bauen auf 300 Kontaktbeamte
Die Bukarester Polizei bietet laut deren Vizepräsidenten Lucian Guran 300 Kontaktbeamte auf, um potenzielle Opfer persönlich zu beraten, indem sie im Anlassfall sogar von Haustür zu Haustür gehen, mit den Leuten reden und Flyer verteilen. "Wir haben dieses Projekt von der Polizei in der Schweiz abgeschaut", sagte Guran. Darüber hinaus gibt es Spots in Radio und Fernsehen, in denen sich Künstler und Sportler in den Dienst der Sache stellen. In der rumänischen Hauptstadt gibt es laut Guran relativ wenige Kapitalverbrechen, dafür mehr Kleinkriminalität, die Einwohner und Touristen verunsichert.

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