Mo, 23. Juli 2018

Mehrfacher Mordversuch

11.03.2018 12:58

Jetzt U-Haft für Jafar S. nach Messerangriffen

Nach den blutigen Messerattacken vom Mittwoch in Wien, bei denen vier Menschen teils lebensgefährlich verletzt wurden, hat das Landesgericht für Strafsachen am Sonntag über den 23-jährigen Afghanen Jafar S. U-Haft verhängt. Gegen den Verdächtigen wird von der Staatsanwaltschaft wegen mehrfachen versuchten Mordes ermittelt.

Bei diesem Delikt greift laut der Gerichtssprecherin Christina Salzborn grundsätzlich die bedingt-obligatorische U-Haft. Der 23-Jährige war vor dem Journalrichter, der die U-Haft zu prüfen hatte, anwaltlich nicht vertreten. Auch im Hinblick darauf gab sich das Landesgericht bedeckt. „Informationen zu Angaben, die der Verdächtige vor dem Journalrichter gemacht hat, sind nicht möglich“, sagte Salzborn.

Blutige Messerattacken
Der 23-Jährige hatte am Mittwoch in der Praterstraße zunächst ein Ehepaar und dessen Tochter durch Messerstiche lebensbedrohende Verletzungen zugefügt und kurz danach auf dem Praterstern einen Landsmann attackiert. Den hatte der 2015 als Flüchtling nach Österreich gekommene Asylwerber für seine Drogensucht verantwortlich gemacht. Jafar S. wurde am Freitagabend in eine Justizanstalt überstellt.

Jafar S. saß zwei Mal wegen Drogendelikten ein
Zuvor hatte die Polizei bestätigt, dass sich Jafar S. von August bis Dezember 2017 wegen Drogenhandels in Klagenfurt in Strafhaft befunden hatte. Seit damals habe er sich eigenen Angaben zufolge in „szenetypischen Gegenden“ aufgehalten, sagte Polizeisprecher Harald Sörös. Die Polizei selbst habe weder Einfluss auf eine Haftentlassung noch auf ein Asylverfahren, erklärte Sörös. Eine Haftentlassung ist Angelegenheit der Justiz, für Asylverfahren ist das Bundesamt für Fremdenwesen und Asyl zuständig. 2016 war der 23-Jährige schon einmal verurteilt worden - ebenfalls wegen Drogenhandels. Damals fasste er drei Monate bedingte Haft aus.

Opfer außer Lebensgefahr
Erfreuliche Nachrichten gab es am Freitag aus dem Krankenhaus: Auch das vierte Opfer des mutmaßlichen Messerattentäters befindet sich mittlerweile nicht mehr in Lebensgefahr und in einem stabilen Zustand.

 krone.at
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