Grabner hatte in der Vorbereitung vergeblich versucht, sich für einen Platz im Kader von Cheftrainer Alain Vigneault aufzudrängen. Der pfeilschnelle Flügelstürmer blieb in sieben Testspielen ohne Torerfolg und wurde wieder ins Farmteam Manitoba Moose in die AHL geschickt. Dort überzeugte er aber in den ersten Wochen. Grabner, in der Vorsaison mit 30 Treffern im Grunddurchgang bester Torschütze der Moose, erzielte in fünf Saisonspielen vier Tore und ist damit schon wieder die Nummer eins des Klubs aus Winnipeg.
Verletzungs-Misere ist Grabners Glück
Der Lohn ist der Aufstieg in den NHL-Kader. "Michael ist ein sehr schneller Spieler und gut vor dem Tor. Wir hoffen, er kann diese Rolle für uns ausfüllen", erklärte Vigneault, der Grabner am Mittwoch in der ersten Linie trainieren ließ. Da Topscorer Daniel Sedin wegen eines gebrochenen Fußes vier bis sechs Wochen ausfällt und Pavol Demitra nach einer Schulteroperation weiterhin nicht zur Verfügung steht, stand Grabner mit Henrik Sedin und Alex Burrows auf dem Eis.
"Mein Ziel war, in Manitoba an meinem Spiel zu arbeiten, um eine neue Chance zu bekommen. Nun liegt es an mir", so Grabner. Der Villacher hofft, dass er diesmal länger bleibt als vor acht Monaten. Am 26. Februar war Grabner wegen einer Verletzung von Demitra von Winnipeg nach Vancouver beordert worden, nicht einmal 24 Stunden später wurde er aber unverrichteter Dinge wieder zurückgeschickt. Nun hofft er, dass er sich am Freitag erstmals seinen großen Traum erfüllen kann.
Grabner wäre der sechste Österreicher in der NHL. Bisher haben Reinhard Divis (St. Louis Blues), Christoph Brandner (Minnesota Wild), Thomas Pöck (New York Rangers/New York Islanders), Thomas Vanek (Buffalo Sabres) und Andreas Nödl (Philadelphia Flyers) Einsätze in der besten Eishockey-Liga der Welt absolviert.









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