Mi, 18. Juli 2018

Konzern atmet auf:

10.03.2018 10:00

Staub-Klage in den USA gegen Voest ist vom Tisch

Es gibt sie doch noch: gute Nachrichten aus den USA. Während die von Präsident Donald Trump geplanten Zölle, die auch Stahl betreffen, der Voest leichtes Kopfweh bereiten, kann man zumindest in einer anderen Causa „Brand aus“ vermelden. Die Sammelklage gegen die Linzer und ihr Werk in Texas ist vom Tisch.

Die Sache hatte im Sommer des Vorjahres viel Staub aufgewirbelt: Anrainer hatten die Voestalpine mit einer Sammelklage über umgerechnet 4,1 Millionen Euro eingedeckt, nachdem sich beim Hochfahren des neuen Werks in Corpus Christi im US-Bundesstaat Texas schwarzer Staub in der Nachbarschaft ausgebreitet hatte.

Autos der Nachbarn gewaschen
Der von Linz aus agierende Technologiegüter-Konzern hatte bei den Betroffenen in der Wohnanlage dann sogar Reinigungsaktionen für Häuser durchgeführt, auch die Autos von Nachbarn wurden gewaschen – doch die Klage blieb aufrecht. Obwohl der Staub nie eindeutig den Arbeiten der Voestalpine zugeordnet werden konnte, waren sogar die Arbeiten zwischenzeitlich gestoppt worden.

Causa ist damit fast ausgestanden
Nun kam Bewegung in die Angelegenheit: Im Jänner wurde nämlich die Sammelklage zurückgezogen, wie nun bekannt wurde. Das Verfahren, mit dem sich das US-Werk nun weiter herumschlagen muss, beschränkt sich damit nur mehr auf einige wenige Einzelklagen. Für diese wurde der weitere Zeitplan zuletzt bei einem kurzen Treffen vor Gericht vereinbart. Ein erster Verhandlungstermin ist hier mit März 2019 fixiert. Mit den Anrainern steht der von Wolfgang Eder geführte Konzern in engem Kontakt, hat auch Aktionen zur Staubvermeidung umgesetzt.

Barbara Kneidinger, Kronen Zeitung

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