So, 22. Juli 2018

Wegen Drogendelikten

09.03.2018 18:14

Messerangriff: Täter (23) saß bereits im Gefängnis

Jener Afghane, der die zwei Messerattacken auf insgesamt vier Menschen in Wien-Leopoldstadt verübt hat, ist bereits mindestens einmal in einem heimischen Gefängnis gesessen. Von Ende August bis Anfang Dezember 2017 verbüßte er eine Haftstrafe wegen Drogendelikten. Zudem wurde bekannt, dass Jafar S. (23) nicht nur einen, sondern insgesamt zwei Anträge auf freiwillige Ausreise gestellt hatte - den letzten erst am Montag, zwei Tage vor der Bluttat.

Laut Polizeiangaben war der Mann am 8. August vergangenen Jahres unter dem Verdacht des Suchtgifthandels festgenommen worden. Er trat am 30. August die Haftstrafe in Klagenfurt an und wurde am 8. Dezember wieder entlassen, wie Polizeisprecher Harald Sörös gegenüber krone.at bestätigte. Der Afghane hatte zudem - wie bereits berichtet - einen Antrag auf freiwillige Ausreise gestellt, sich aber dem Verfahren entzogen und schließlich eine freiwillige Ausreise angemeldet, die aber nie stattfand. Laut einem Bericht des „Kurier“ hatte Jafar S. diesen Antrag auf freiwillige Ausreise dann noch einmal gestellt - und zwar gerade einmal zwei Tage vor der Bluttat in Wien.

Einvernahme abgeschlossen
Die Einvernahmen bezüglich der Messerattacken sind nach Angaben der Polizei abgeschlossen. Demnächst soll U-Haft über den Verdächtigen verhängt werden.

Polizei: "Kein religiöser Hintergrund
Es hätten sich im Zuge der Verhöre am Freitag keine neuen tatrelevanten Informationen ergeben, hieß es seitens der Landespolizeidirektion. Das Motiv des Beschuldigten für die am Mittwochabend verübten Angriffe dürfte die „grundsätzliche Unzufriedenheit mit seiner Lebenssituation sowie sein Drogenproblem“ gewesen sein. Ein religiöser Hintergrund wird nach wie vor ausgeschlossen, angebliche diesbezügliche Aussagen des Mannes seien von einem Zeugen relativiert worden.

Opfer außer Lebensgefahr
Erfreuliche Nachrichten gab es am Freitag aus dem Krankenhaus: Auch das vierte Opfer des mutmaßlichen Messerattentäters Jafar S. befindet sich mittlerweile nicht mehr in Lebensgefahr und in einem stabilen Zustand.

 krone.at
krone.at

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentar schreiben

Liebe Leserin, lieber Leser,

die Kommentarfunktion steht Ihnen ab 6 Uhr wieder wie gewohnt zur Verfügung.

Mit freundlichen Grüßen
das krone.at-Team

Kommentare
324

User-Beiträge geben nicht notwendigerweise die Meinung des Betreibers/der Redaktion bzw. von Krone Multimedia (KMM) wieder. In diesem Sinne distanziert sich die Redaktion/der Betreiber von den Inhalten in diesem Diskussionsforum. KMM behält sich insbesondere vor, gegen geltendes Recht verstoßende, den guten Sitten oder der Netiquette widersprechende bzw. dem Ansehen von KMM zuwiderlaufende Beiträge zu löschen, diesbezüglichen Schadenersatz gegenüber dem betreffenden User geltend zu machen, die Nutzer-Daten zu Zwecken der Rechtsverfolgung zu verwenden und strafrechtlich relevante Beiträge zur Anzeige zu bringen (siehe auch AGB).

Newsletter

Melden Sie sich hier mit Ihrer E-Mail-Adresse an, um täglich den "Krone"-Newsletter zu erhalten.