Mi, 17. Oktober 2018

Mobbing-Affäre:

08.03.2018 21:00

Aufregung um das Geständnis des Opfers

Viel Staub aufgewirbelt hat ein Bericht der „Krone“ über eine plötzliche Wende in einer spektakulären Mobbing-Affäre. Ein 15-Jähriger hatte ja gestanden, die wochenlangen Attacken auf ihn im Internet selbst inszeniert zu haben. Die Polizei bestätigt Ermittlungen, bei der Staatsanwaltschaft zeigt man sich überrascht.

Das Geständnis des angeblichen Opfers wird untermauert durch gefälschte Accounts auf der Seite eines sozialen Netzwerks. Mit Hilfe dieser Fake-Profile habe er Hassbotschaften an sich selbst gepostet, und zwar unter falschen Namen. Dadurch ist eine Klagenfurter Clique in die Ermittlungen der Polizei geraten. Eine Schülerin (14) wurde als Drahtzieherin der Mobbing-Attacken sogar in U-Haft genommen. Bei der Staatsanwaltschaft zeigt man sich überrascht von der plötzlichen Wende in diesem Fall. „Wir haben noch keine Aussage des Burschen übermittelt bekommen“, erklärt Tina Frimmel-Hesse, Sprecherin der Staatsanwaltschaft Klagenfurt.

Seitens der Polizei wird unterdessen bestätigt, dass neue Ermittlungen aufgenommen worden seien. „Es gibt noch keine gesicherten Ermittlungsergebnisse, aber es gibt Hinweise, denen wir jetzt nochmals nachgehen“, erklärt Pressesprecher Rainer Dionisio.

Auch der besorgte Vater des 15-Jährigen, der sich immer schützend vor seinen scheinbar verfolgten und völlig verzweifelten Sohn gestellt hatte, dürfte nicht mitbekommen haben, dass die Mobbing-Attacken inszeniert waren. Der Bursche hat sich nach seinem überraschenden Geständnis von der Familie getrennt. „Mein Sohn ist mittlerweile in eine betreute Wohngemeinschaft gezogen“, so der Vater.

 krone.at
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