So, 19. August 2018

Geständnis auf Zettel

08.03.2018 15:06

Obduktion bestätigt: Steirerin (66) wurde erstickt

Jener 68-jährige Verdächtige, der in der Nacht auf Mittwoch seine Ehefrau in Mariazell erstickt haben soll, ist am Donnerstag bei der Vernehmung und der Tatrekonstruktion bei seinem Geständnis geblieben. Er sagte, dass er die 66-Jährige mit einem Polster erstickt habe. Das Obduktionsergebnis deutet ebenfalls auf einen Tod aufgrund von Sauerstoffmangel hin.

Die Ermittler hatten schon am Mittwoch am Tatort einen Zettel gefunden. Darauf ist eine Nachricht des Verdächtigen zu lesen, die einem Geständnis gleichkommt. Er wollte seine Ehefrau offenbar „erlösen“. Hintergrund dürfte der Gesundheitszustand der 66-Jährigen gewesen sein. Sie war seit 2014 nach einem Sturz über eine Stiege pflegebedürftig gewesen. Damals hatte sie schwere Kopfverletzungen erlitten, die Folgebeschwerden wurden zunehmend stärker und chronisch, schilderte Polizeisprecher Fritz Grundnig. Zuletzt habe sie Essen verschmäht, weshalb sie auch im Krankenhaus war.

Verdächtiger in U-Haft
Erst vor wenigen Wochen wurde sie aus dem Spital nach Hause entlassen. Sie verweigerte zuletzt offenbar jede ärztliche Hilfe. Der Ehemann schilderte am Donnerstag den Ermittlern, dass seine Frau ihm gegenüber vor einiger Zeit gesagt habe, dass sie nicht mehr leben wolle. Tatsache ist, dass das Opfer körperlich in schwachem Zustand war und weniger als 50 Kilogramm wog. Sie hätte deswegen am Donnerstag wieder ins Spital gebracht werden sollen. „Möglicherweise war das der Auslöser für die Tat“, sagte Grundnig. Der 68-Jährige wurde nach der Vernehmung in die Justizanstalt Leoben gebracht und kommt dort in Untersuchungshaft.

Frau mit Polster erstickt
Der Steirer hatte in der Nacht auf Mittwoch seine 66-jährige Frau in der gemeinsamen Wohnung in einem Mehrparteienhaus im obersteirischen Wallfahrtsort Mariazell im Bezirk Bruck-Mürzzuschlag mit einem Polster im Bett erstickt. In der Früh rief er eine Verwandte an und berichtete ihr von seiner Tat. Die Angehörige rief die Rettung, die wiederum die Polizei rief. Der Verdächtige ließ sich widerstandslos am Tatort festnehmen, hatte sich aber betrunken. Daher konnte er erst am Donnerstag formell vernommen werden.

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