Es sei kein "Sauf- und Kaffeehaustausender", sondern "eine qualitative Förderung für junge Menschen, die sie brauchen", sagte Landeshauptmann Gerhard Dörfler bei einer Pressekonferenz in Klagenfurt. Er ging damit auf im Vorfeld geäußerte Kritik an der BZÖ-Initiative ein.
Sechs Millionen aus Zukunftsfond
Die Mittel für den "Jugendtausender" kommen im Jahr 2010 aus dem Zukunftsfonds, rund sechs Millionen Euro sollen dafür aufgebracht werden. Und das, obwohl das Land Kärnten in tiefroten Zahlen steckt und die Landesregierung vor kurzem andere soziale Maßnahmen - wie etwa den Heizkostenzuschuss - gekürzt hat.
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Ab 2011 sollen die Mittel dafür aber im Budget verankert werden. Abgewickelt wird die Aktion über das Landesjugendreferat, die Förderung gibt es nicht bar auf die Hand, Jugendliche müssen Ausgaben für etwa eine neue Wohnung belegen und bekommen maximal 50 Prozent des Betrages rückerstattet.
Lehrlinge, bei denen die Refundierung der Heimkosten nicht im Kollektivvertrag geregelt ist, können ebenfalls um die Subvention ansuchen. Eine Bindung an das Einkommen der Eltern ist generell nicht vorgesehen. Um sicherzugehen, dass die vorgelegten Rechnungen nicht gefälscht sind, werde "stichprobenartig geprüft", meinte Dörfler.
Zustimmung von ÖVP und SPÖ
Die ÖVP, welche die BZÖ-Initiative im Zuge der Landtagswahlen noch als "Discotausender" verspottet hatte, begründete ihre Meinungsänderung damit, dass es "eine Weiterentwicklung des Teuerungsausgleiches", geworden sei. Landesrat Josef Martinz erklärte, die Bedingung seiner Partei sei gewesen, dass es eben kein "Discotausender" sei, sondern eine geregelte Förderung zur Unterstützung der Jugend.
Auch die SPÖ stimmte "mit Bauchweh" zu, so Klobobmann Herwig Seiser, zufrieden ist man mit der Initiative aber nicht. Vielmehr habe man sich eine "Erstwohnraumbeschaffungsprämie in der Höhe von 5.000 Euro für junge Menschen und Jungfamilien bis 30" gewünscht, sagte Landesrat Peter Kaiser. Trotzdem habe man Ja gesagt, weil " wir nicht die Partei sind, die den Jugendlichen eine Unterstützung verwehrt".
Symbolbild









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