So, 21. Oktober 2018

Unmut über Asylpolitik

02.03.2018 18:10

Umfrage: AfD in Cottbus schon auf Platz eins

Wenn am kommenden Sonntag im deutschen Bundesland Brandenburg Landtagswahl wäre, würde die AfD in der Stadt Cottbus auf Platz eins landen. Das ergab eine aktuelle Umfrage von infratest dimap im Auftrag des rbb. Die AfD kommt dabei auf 29 Prozent - das wäre fast eine Verdreifachung ihres Stimmenanteils im Vergleich zur Landtagswahl im September 2014. Damals hatte die AfD in Cottbus 10,7 Prozent erzielt. In Brandenburgs zweitgrößter Stadt, wo die AfD bei der Bundestagswahl im Herbst die meisten Zweitstimmen holte, ist die rechte Szene traditionell stark.

Für die Umfrage hat das Meinungsforschungsinstitut in der Zeit vom 21. bis 28. Februar rund 1000 Wahlberechtigte in Cottbus befragt. Die CDU kommt mit 24 Prozent (2014: 28,9) auf den zweiten Platz. Stark verlieren würde die SPD - von 31,8 Prozent bei der letzten Landtagswahl in der Stadt auf jetzt 15 Prozent. Die Linke kommt auf 17 Prozent (2014: 17,2 Prozent). Sechs Prozent würden die FDP (2014: 1,1 Prozent) wählen, fünf Prozent die Grünen (4,5 Prozent), vier Prozent (5,8 Prozent) andere Parteien.

Massive Kritik an Flüchtlingspolitik der Bundesregierung
Laut Umfrage sehen zudem 66 Prozent Cottbus mit der Integration von Flüchtlingen überfordert, nur 22 Prozent sehen die Stadt als nicht überfordert. 72 Prozent sind mit der Flüchtlingspolitik der Bundesregierung weniger bis gar nicht zufrieden.

Gewalt zwischen Flüchtlingen und Einwohnern nimmt zu
In den vergangenen Monaten war es in der Lausitz-Stadt wiederholt zu Auseinandersetzungen zwischen Syrern und Deutschen gekommen. Das Land hatte deshalb die Polizeipräsenz erhöht und entschieden, bis auf Weiteres keine Flüchtlinge mehr aus der Erstaufnahme des Landes nach Cottbus zu schicken. 

Zu wachsenden Befürchtungen, dass Cottbus zunehmend der Pegida-Hochburg Dresden ähneln könnte, sagte der Politologe Werner Patzelt unlängst der dpa: "Es gibt Parallelen, aber es gibt auch Unterschiede." Auch in Sachsens Hauptstadt gehe es um reale Probleme einer Einwanderungsgesellschaft, bei der sich die Bevölkerung in sehr kurzer Zeit in sehr auffälliger Weise verändert, so der Forscher. Das, was in Dresden aber noch Sorge vor der Zukunft gewesen sei, entzünde sich in Cottbus an inzwischen gegenwärtigen Problemen.

 krone.at
krone.at

Kommentare

Eingeloggt als 
Nicht der richtige User? Logout

Willkommen in unserer Community! Eingehende Beiträge werden geprüft und anschließend veröffentlicht. Bitte achten Sie auf Einhaltung unserer Netiquette und AGB. Für ausführliche Diskussionen steht Ihnen ebenso das krone.at-Forum zur Verfügung.

User-Beiträge geben nicht notwendigerweise die Meinung des Betreibers/der Redaktion bzw. von Krone Multimedia (KMM) wieder. In diesem Sinne distanziert sich die Redaktion/der Betreiber von den Inhalten in diesem Diskussionsforum. KMM behält sich insbesondere vor, gegen geltendes Recht verstoßende, den guten Sitten oder der Netiquette widersprechende bzw. dem Ansehen von KMM zuwiderlaufende Beiträge zu löschen, diesbezüglichen Schadenersatz gegenüber dem betreffenden User geltend zu machen, die Nutzer-Daten zu Zwecken der Rechtsverfolgung zu verwenden und strafrechtlich relevante Beiträge zur Anzeige zu bringen (siehe auch AGB).

Aktuelle Schlagzeilen
Zittern bis zuletzt
Hamilton startet auch in Austin aus der Pole
Motorsport
Erst Tor, dann out
Arm gebrochen! Messi fällt für den „Claisco“ aus
Fußball International
Spanier wundern sich
„Scheißdreck“-Sager: Bernat-Berater kontern Hoeneß
Fußball International
Deutsche Bundesliga
Bremen nach 2:0 auf Schalke vorerst Zweiter
Fußball International
Nur 1:1 gegen Genoa
Ronaldo trifft - Juve strauchelt trotzdem erstmals
Fußball International
Mbappe trifft
PSG-Wahnsinn! Zehnter Sieg im zehnten Ligaspiel
Fußball International
Nach Skandal-PK
„Super Zeichen“ - Kimmich verteidigt Bayern-Bosse!
Fußball International

Newsletter

Melden Sie sich hier mit Ihrer E-Mail-Adresse an, um täglich den "Krone"-Newsletter zu erhalten.