Heftige Proteste

Tiroler will Stollenbahn auf den Mölltaler Gletscher

Kärnten
09.10.2009 15:56
Seit Jahren schon verfolgt der Tiroler Liftbetreiber Heinz Schulz das Projekt einer Stollenbahn vom Gasteinertal zum Skigebiet auf dem Mölltaler Gletscher. Umweltorganisationen und Politiker haben jetzt erneut heftig gegen den Plan protestiert.

Zwei betroffene Salzburger Gemeinden hat Schulz, der wirtschaftliche Argumente anführt, schon auf seiner Seite: Bad Gastein und Bad Hofgastein.

Sehr skeptisch sind aber die Gemeindevertreter von Dorfgastein. Am Mittwoch hätte es im Gemeinderat zu einer Abstimmung über die Stollenbahn auf das Schareck kommen sollen. Die SPÖ ist aber ausgezogen und hat so die Abstimmung verhindert.

Klare Absage auch vom Alpenverein
Der Alpenverein erteilt dem Projekt in der Kernzone des Nationalparks Hohe Tauern eine klare Absage: „Es verstößt gegen die Alpenkonvention und das Nationalparkgesetz!“

Auch Ernst Heilingbrunner vom Umweltdachverband betont, „dass es rechtlich nicht möglich ist, das Schareck bei Sportgastein über die Kärntner Seite zu erschließen.“ Der Schwedische Skistar Patrik Järbyn ist übrigens vom Mölltaler Gletscher „geflüchtet“ und trainiert nun in der Schweiz. Er sagt zum Gletscherskilauf: „Das Eis wird weniger und weniger. Man wird nicht mehr viele Jahre darauf Ski fahren können.“

von Martin Radinger („Kärntner Krone“)

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