02.03.2018 13:16 |

Maggies Kolumne

Lückenlose Aufklärung

Vergangenes Wochenende, spät in der Nacht, wurden mir auf mein Handy Fotos zugespielt. Bilder, die mich laut aufschreien ließen – aus Wut, aus Schock und Mitleid. Darauf zu sehen: tote, völlig abgemagerte Rinder, die im Schnee liegen. Aber auch Aufnahmen von Kühen in einem völlig verdreckten Stall, der wirkte, als wäre er aus dem Mittelalter. Tierschützer baten mich mit diesen Fotos aus Kärnten um Hilfe in einem Fall, der offensichtlich grausamste Tierquälerei aufzeigte.

Doch neben diesem barbarischen Umgang mit Lebewesen tauchten bei der Recherche weitere Ungereimtheiten auf. So versuchte der Landesveterinärdirektor zu beschwichtigen und meinte, die Tiere seien nicht verhungert, sondern wahrscheinlich durch einen Stromschlag getötet worden. Der zuständige Amtstierarzt geht allerdings vom Hungertod aus! Hinzu kommt, dass die Frau des Bauern selbst Landwirtschaft studierte und gute Verbindungen in politische Kreise hat.

Dem armen Vieh kann leider nicht mehr geholfen werden. Aber wir müssen alles daran setzen, dass dieser Fall lückenlos aufgeklärt wird und es auch entsprechende Strafen gibt. Vielleicht wäre es auch ratsam zu prüfen, ob in diesem Fall eventuelle Förderungen korrekt vergeben wurden? Steuergelder sollte jedenfalls nicht für hungernde Tiere ausgegeben werden. Wir bleiben jedenfalls an diesem Fall dran.  Ich frage mich, wie es ein Landwirt schafft, gemütlich zu Hause zu sitzen, im Wissen, dass in seinem Stall Tiere elend zugrunde gehen. Und dann auch noch tagelang ihre Kadaver liegen zu lassen...

Maggie Entenfellner, Kronen Zeitung

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