Mo, 23. Juli 2018

Rührendes Video

02.03.2018 13:58

Schimpansen-Baby „Mussa“ fliegt Wilderern davon

Ein fliegendes Schimpansen-Baby namens „Mussa“ entzückt derzeit das Netz. Der kleine Primat aus dem Kongo ist vor Kurzem vor Wilderern gerettet und in ein Reservat gebracht worden. Während seiner Rettung per Flugzeug assistierte „Mussa“ sogar als Kopilot, wie dieses Video beweist.

Das Affenbaby genoss sichtlich den Flug mit dem Virunga-Nationalpark-Piloten Anthony Caere, der sich väterlich um den Kleinen kümmerte. Das Tier durfte auf seinem Schoß sitzen, wurde gestreichelt und sogar gelaust. Die ungewöhnliche Höhe machte „Mussa“ nichts aus, er verfolgte neugierig den Flug. Bis das Jungtier schließlich von der Müdigkeit besiegt wurde und einschlief.

Pilot: „Es ist eigentlich eine traurige Geschichte“
Caere schrieb nach dem Rettungseinsatz auf seiner Instagram-Seite: „Gute Zusammenarbeit mit Lwiro Primates und dem Virunga Nationalpark. Wir konnten dieses Baby vor Wilderern retten. Es sind süße Bilder, aber eigentlich ist es eine traurige Geschichte. Er sollte bei seiner Mutter sein. Dennoch bin ich glücklich, dass wir ihm ein neues Zuhause geben konnten.“

Viele Primaten vom Aussterben bedroht
Im Vorjahr warnten Dutzende Experten im Fachblatt „Science Advances“, dass viele Primaten im Laufe der nächsten 25 bis 50 Jahre für immer verschwinden könnten, wenn nichts zu ihrem Schutz unternommen werde. Anhand von Studien, Datenbanken der Vereinten Nationen und der Roten Liste der bedrohten Arten der Weltnaturschutzunion IUCN erfassten die Forschenden den Zustand der mehr als 500 Primatenspezies weltweit.

Die größte Bedrohung für diese Arten ist laut den Forschenden die zunehmende Ausweitung landwirtschaftlicher Flächen, gefolgt von Rodung und Weideviehhaltung, wie das Fachblatt in einer Medienmitteilung vom Mittwoch schreibt. Auch Jagd und illegaler Tierhandel setzen den Beständen zu, ebenso Bergbau und Straßenbau. Vier Länder beherbergen zwei Drittel aller weltweit vorkommenden Primatenarten: Brasilien, Indonesien, Madagaskar und die Demokratische Republik Kongo. Diese Regionen seien daher die offensichtlichen Ziele für Maßnahmen, um den Rückgang dieser Spezies aufzuhalten.

Gabor Agardi
Gabor Agardi

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