01.03.2018 23:07 |

Nukleares Aufrüsten

USA warnen Putin: Atom-Pläne „direkter Verstoß“

Nur wenige Stunden nach Bekanntwerden der Pläne des russischen Präsidenten Wladimir Putin zur atomaren Aufrüstung hat die US-Regierung dies als Bruch internationaler Rüstungskontrollvereinbarungen angeprangert. Diese Projekte seien ein „direkter Verstoß“ gegen die von Russland eingegangenen Verpflichtungen, sagte am Donnerstag die Sprecherin des Weißen Hauses, Sarah Sanders.

Den USA seien die russischen Rüstungsprogramme schon seit Langem bekannt, allerdings habe Moskau diese bisher noch bestritten gehabt, sagte Sanders. Putin hatte am Donnerstag in seiner jährlichen Rede zur Lage der Nation neue Atomwaffen und weitere Waffensysteme der russischen Streitkräfte vorgestellt.

So berichtete der russische Präsident über eine neue Atomrakete mit „praktisch unbegrenztem“ Aktionsradius, die von keinem Abwehrsystem der Welt abgefangen werden könne.

„Verteidigungsressourcen der USA werden in der Welt unübertroffen bleiben“
Sanders sagte dazu, Präsident Donald Trump sei entschlossen, „unser Heimatland zu schützen und den Frieden mittels Stärke zu bewahren“. Die Verteidigungsressourcen der Vereinigten Staaten würden in der Welt unübertroffen bleiben.

Die Präsidentensprecherin verwies auf den neuen US-Verteidigungshaushalt mit einem Volumen von 700 Milliarden Dollar (rund 570 Milliarden Euro) und die Pläne zur Modernisierung des US-Atomwaffenarsenals. Die US-Regierung plant die Entwicklung neuartiger kleinformatiger Atomwaffen.

„Weltuntergangsuhr“ steht bereits auf zwei Minuten vor zwölf
Kurz vor der Verkündung der US-Nukleardoktrin stellte die renommierte Organisation „Bulletin of the Atomic Scientists“ ihre berüchtigte „Weltuntergangsuhr“, die das Risiko einer Atomkatastrophe anzeigen soll, bereits auf zwei Minuten vor 12 Uhr vor. Dieselbe Alarmstufe hatte sie zuvor erst einmal erreicht - 1953 in eisigen Hochphasen des Kalten Kriegs.

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