Fr, 20. Juli 2018

4 Trainer für Medaille

01.03.2018 19:27

Dadic: Eiskalt im Teamhotel, aber heiß auf die WM!

Österreichs Leichtathleten sind heiß auf die Hallen-WM in Birmingham – frieren aber in ihrem Teamhotel, dem nur fünf Gehminuten von der Birmingham Arena entfernten Jurys Hotel Inn! Als die "Krone" sich zum letzten Update mit dem Team in der Lobby des Hotels, in der es auch äußerst kalt und zugig war, traf, meinte die WM-Sechste Ivona Dadic schon recht zornig, dass es jetzt reicht! Zusammen mit ihrem Trainer Philipp Unfried marschierte sie zur Rezeption, um sich im Namen des ganzen Teams zu beschweren. „So geht’s nicht weiter!“

Aber die Kälte wird ihr am Freitag bei ihrem Fünfkampf nichts mehr ausmachen. Da wird es in der ausverkauften Halle heiß! Ivi berichtete, dass sie ein perfektes Umfeld für diese WM hat! Vier (!) Trainer betreuen sie in den fünf Disziplinen. Besser geht’s nicht mehr. Das heißt, ihre Spezialtrainer, die sie in den verschiedenen Übungen daheim in Österreich betreuen, sind unter der Leitung von Philipp Unfried alle in Birmingham dabei!

Für das Kugelstoßen Klaus Moser, Inga Babakowa coacht sie im Hochsprung, Wolfi Adler im Weitsprung sowie im 800-m-Lauf und Unfried selbst ist der Spezialist für die 60 m Hürden. Vom Verband wurden für die WM Unfried und Babakowa bezahlt, aus eigener Tasche finanzierte Ivi die Reise für Adler und Moser. Alles, damit sie ein perfektes Umfeld hat.

Auch die drei weiteren Österreicher steigen am Freitag ins Geschehen ein: Dominik Distelberger beginnt seinen Siebenkampf, der am Samstag endet. Fünf Athleten seien in dem sensationell besetzten Siebenkampf wohl außer Reichweite. „Aber um die Plätze sechs bis 12 könnten sieben Athleten um die 6000 Punkte machen. In dem Bereich ist alles möglich“, will der Niederösterreicher nicht über seine Platzierung spekulieren. Bei ihm komme es vor allem auf die Sprünge an – Weit, Hoch und Stab sind seine Spezialitäten.

„Die Übungen müssen alle aufgehen, dann ist eine hohe Punktzahl drin.“ Natürlich spekuliert er, den Rekord von Roland Schwarzl (6065) zu knacken. Im Vorjahr hatte er als Vierter der Hallen-EM in Belgrad diese Punktzahl nur um zwei Zähler verfehlt. Im Gegensatz zu Dadic, die Götzis heuer auslässt, bestreitet er aber am 26./27. Mai dieses Traditionsmeeting in Vorarlberg.

Und unsere Hürdenläuferinnen Beate Schrott und Steffi Bendrat? Die sind beide höchst optimistisch und mit dem Umfeld in der Birmingham Arena zufrieden. Beide denken, dass die Bahn „schnell“ sei. Bendrat erhielt zudem eine gute Einteilung für den ersten Vorlauf, da läuft sie auf Bahn fünf und müsste das Semifinale der 24 Besten erreichen (drei Läufe), was sich natürlich auch Schrott vorgenommen hat.

„Ich will aber vor allem Spaß haben, bin happy, dass ich wieder dabei bin“, so Schrott, die zuletzt vor vier Jahren in Sopot bei einer Hallen-WM lief (out im Vorlauf). Vor sechs Jahren aber war sie in Istanbul im Finale (Siebente) – Bendrat, vor zwei Jahren in Portland einzige Österreicherin, war dort 13. Über 60 m Hürden. Eine Platzierung, die sie hier in Birmingham verbessern könnte!

Olaf Brockmann, Kronen Zeitung

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