Mo, 18. Juni 2018

Arbing, Pabneukirchen

02.03.2018 05:50

Sparkurs: Freibäder bleiben bis zum Sommer zu

Lange bevor überhaupt der erste heiße Badetag bei uns in Sicht ist, werden nun die ersten – teils drastischen Maßnahmen – bekannt, mit denen Gemeinden ihre defizitären Freibäder erhalten wollen. So sperrt die Badeoase in Pabneukirchen nicht ab Anfang Mai, sondern erst kurz vor den Sommerferien auf. Auch in Arbing, Gaflenz und Bad Ischl wird der Sparstift angesetzt.

Von A wie Arbing bis Z wie Zwettl an der Rodl: In den vergangenen Monaten hat das Land zahlreichen Gemeinden quer durch’s Land nahegelegt, die Zukunft ihres Freibads zu überdenken. Hintergrund ist, dass alle rund 140 oberösterreichischen Freibäder jährlich etwa 7,6 Millionen Euro Abgang verursachen (so steht es in der 2015 präsentierten Bäderstudie).

Pabneukirchen öffnet fast zwei Monate später
Eine Gemeinde, die nun drastische Konsequenzen zieht, ist Pabneukirchen. Nicht, wie in der Vergangenheit üblich, mit den ersten heißen Tagen Anfang Mai, sondern erst ab 23. Juni ist die Badeoase offen. „Wir sperren erst zwei Wochen vor Ferienbeginn auf, sparen im Personalbereich ein. Im Sommer können wir nämlich Ferialpraktikanten einsetzen. Ein ausgebildeter Bademeister steht auf Abruf bereit“, sagt Bürgermeister Johann Buchberger (VP).

Ersparnis von 6000 bis 8000 Euro erhofft
Er bedauert die Einschränkungen, die Gemeinde will so aber 6000 bis 8000 Euro weniger Abgang erreichen. Zuletzt betrug dieser – je nach Saison – zwischen 27.000 und 30.000 Euro im Jahr.

Arbing sperrt nur im Juli und August auf
Auch die Gemeinde Arbing hat eine Einschränkung der Öffnungszeit fixiert. „Wir sperren nur im Juli und August auf“, sagt Bürgermeister Josef Hiesböck (VP). Und weiter: „Arbing ist zwar eine aufstrebende Gemeinde mit viel Zuzug, aber die Badegäste werden immer weniger.“ Der Abgang von 45.000 Euro jährlich soll sich so halbieren.

Freiwillige Helfer in Gaflenz
In Gaflenz setzt Bürgermeister Günther Kellnreitner (VP) auf freiwillige Helfer im Freibad. Nachdem die BH Steyr-Land der Gemeinde empfohlen hatte, langfristig die Schließung des defizitären Bades zu überlegen, sucht die Gemeinde nun Rettungsschwimmer, die gegen den Lohn einer Saisonkarte über den Sommer im Freibad Dienst machen. „Acht bis zehn brauchen wir und die werden wir auch zusammenbringen“, so Kellnreitner. Rund 1000 Euro sollen so pro Wochenenden eingespart werden.

Bad Ischl hat Bad nun verpachtet
Bad Ischl hat das Parkbad (160.000 Euro Abgang) kürzlich an die Naturfreunde verpachtet. Die SPÖ-nahe Organisation, die auch die Kletterhalle betreibt und so bei der Personaleinteilung kooperieren will, war der einzige Pachtinteressent.

Simone Waldl, Kronen Zeitung

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