Mo, 18. Juni 2018

LKA ermittelte

02.03.2018 06:00

Wegen Quecksilber drohte „Importeurin“ Anklage!

Ihr Ayurveda-„Heilpulver“ bestand zu 36 Prozent aus Quecksilber – das brachte, wie berichtet, eine Frau aus St. Georgen im Attergau in große Gefahr. Der Reinhalteverband Attersee will nun von ihr 100.000 Euro für die Entsorgung des Klärschlamms. Auch die Kripo ermittelte wegen fahrlässiger Beeinträchtigung der Umwelt.

„Das ist noch nicht geklärt, wer die Entsorgungskosten für den Klärschlamm zahlt. Da ist ein Verfahren anhängig“, sagt Gerhard Mittermair, Geschäftsführer des Reinhaltungsverbands Attersee zur Frage nach den Kosten. Die Entsorgung des mit etwa vier Kilo Quecksilber kontaminierten Klärschlamms wird auf 100.000 Euro geschätzt – freilich ohne die Kosten für die Kanalreinigung: 17 Kilometer sind betroffen.

Hoffen auf Haushaltsversicherung
„Wir hoffen, dass die Haushaltsversicherung der Frau die Kosten übernehmen wird“, sind sich der St. Georgener Bürgermeister Franz Aigener und der Vöcklabrucker Anwalt Andreas Meissner als Rechtsvertreter der Betroffenen einig.

Hochgiftiges „Heilpulver“
Eine 50-Jährige aus St. Georgen im Attergau hatte, wie berichtet, nach schwerer Krankheit in einem Kloster in Indien eine Ayurveda-Heilkur gemacht, dort eine Salbe und Heilpulver bekommen, die vorwiegend aus Schwefel und Quecksilber bestanden.

LKA ermittelte bereits
Das Landeskriminalamt hatte gegen die 50-Jährige wochenlang wegen §181 (fahrlässige Beeinträchtigung der Umwelt) ermittelt. Das Verfahren wurde aber bereits eingestellt, weil dank der Kläranlage nichts in die Natur gelangt war.

Christoph Gantner, Kronen Zeitung

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