01.03.2018 13:27 |

Zwei Kälber tot, aber:

Zeugen retteten neun Tiere

Erneutes Tier-Drama in der Steiermark! Auf einem Bauernhof in Leutschach fand die Polizei ein besonders grausames Bild vor: Zwei Kälber waren verendet, weitere sechs Kühe, ein Stier und zwei Kälber waren unterernährt und dehydriert. Der Besitzer wurde angezeigt.

Aufmerksamen Zeugen ist es zu verdanken, dass das Martyrium für die übrigen neun Tiere am Mittwoch endete. „Diese haben gesehen, dass es auf dem Weg zum Stallgebäude überhaupt keine Spuren im Schnee gegeben hat“, sagt einer jener Polizisten, der gleich zu Beginn vor Ort war. „Uns hat sich kein schönes Bild geboten, die Tiere waren allesamt abgemagert und dehydriert. Wir haben den lebenden einen Eimer mit zehn Liter Wasser hingestellt und den hatten sie in nicht einmal einer Minute leer getrunken.“ Man kann sich nicht einmal im Traum vorstellen, welche Qualen die Tiere durchleben mussten, da die Tränker völlig vereist waren und am Boden jegliches Einstreu fehlte. „Es kann auch keine verständliche Erklärung dafür geben, dass man die Tiere derartig vernachlässigt. Wir wissen bisher nur, dass der Besitzer angegeben hatte, überfordert zu sein. Für die Gemeinde war er in den letzten Tagen mit Schneearbeiten beschäftigt“, betont der Ermittler.

Warum sich der 53-Jährige, der offenbar allein am Hof lebt, dennoch nicht um seine wenigen Tiere (die lebenden wurden von einem Viehhändler betreut) kümmern konnte, entbehrt jeglicher Logik. Wegen des Verdachts der Tierquälerei wurde der Mann bei der Staatsanwaltschaft Graz angezeigt.Alexander Petritsch

Alexander Petritsch
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