Mo, 18. Juni 2018

Er wollte heimfahren:

28.02.2018 10:53

Blitz-Prozess gegen Alko-Polizist

Er müsste es eigentlich besser wissen, der erfahrene Salzburger Ermittler (58). Mit 1,58 Promille setzte sich der Mann am 3. Mai 2017 in Salzburg in seinen Wagen und wollte sein Fahrzeug daheim abstellen. Weit hatte er es offenbar  nicht – dennoch hielten ihn zwei junge Polizisten knapp 100 Meter vor seinem Zuhause an. Nicht aber die Alko-Fahrt an sich machte ihn zum Angeklagten, sondern, dass er als „Kollege“ bat, weiterfahren zu dürfen.

„Er ersuchte die Beamten, das Auto nach Hause bringen zu dürfen“, führte Staatsanwalt Andreas Winkler aus und erhob den Vorwurf der Bestimmung zum Amtsmissbrauch. Die beiden Gesetzeshüter machten an jenem Frühlingstag keine Ausnahme und zeigten ihren Dienstkollegen an. Deshalb landete der Polizist auch vor Richter Christian Hochhauser: „Er ist geständig und gibt zu, dass er die Beamten fragte“, bat Verteidiger Georg Wallner um eine diversionelle Erledigung.

Nach 8 Minuten war der Prozess vorbei
Nach zwei kurzen Fragen unterbreitete Herr Rat dem Beamten ein Vergleichsangebot: 2300 Euro plus 100 Euro Prozesskosten muss er binnen 14 Tagen zahlen, dann wird das Strafverfahren endgültig eingestellt. Sowohl Staatsanwalt als auch Verteidiger waren einverstanden.
Der Polizist bedankte sich...

Antonio Lovric
Antonio Lovric

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentar schreiben

Liebe Leserin, lieber Leser,

die Kommentarfunktion steht Ihnen ab 6 Uhr wieder wie gewohnt zur Verfügung.

Mit freundlichen Grüßen
das krone.at-Team

Kommentare
324

User-Beiträge geben nicht notwendigerweise die Meinung des Betreibers/der Redaktion bzw. von Krone Multimedia (KMM) wieder. In diesem Sinne distanziert sich die Redaktion/der Betreiber von den Inhalten in diesem Diskussionsforum. KMM behält sich insbesondere vor, gegen geltendes Recht verstoßende, den guten Sitten oder der Netiquette widersprechende bzw. dem Ansehen von KMM zuwiderlaufende Beiträge zu löschen, diesbezüglichen Schadenersatz gegenüber dem betreffenden User geltend zu machen, die Nutzer-Daten zu Zwecken der Rechtsverfolgung zu verwenden und strafrechtlich relevante Beiträge zur Anzeige zu bringen (siehe auch AGB).

Newsletter

Melden Sie sich hier mit Ihrer E-Mail-Adresse an, um täglich den "Krone"-Newsletter zu erhalten.