Fr, 22. Juni 2018

Künstlerstadt Gmünd

28.02.2018 10:16

Plan für erste qualmfreie Stadt ging in Rauch auf!

„Wir sind gescheitert!“, seufzt Wirtesprecher Rudi Nussbaumer, dabei hätte sein Vorhaben ein Beispiel für ganz Österreich sein können: Nussbaumer wollte die Künstlerstadt Gmünd zur ersten rauchfreien Stadt Österreichs machen. Gescheitert ist’s, weil drei Betriebe befürchteten, Raucher als Kunden zu verlieren. 

Auf der Zielgeraden ist das Vorhaben gescheitert: „Wirte, die eigentlich selbst starke Raucher sind, hatten das Projekt unterstützt und hätten die Sache mitgetragen“, erzählt Regionstouristiker Siggi Neuschitzer. Und der Babyhotelier weiß, wovon er spricht, waren die Kinderhotels doch ein Vorreiter in Sachen rauchfreier Gastronomie: „Seit 30 Jahren sind die Kinderhotels Europa rauchfrei und wir sind damit sehr erfolgreich.“

Obwohl immer mehr Restaurants rauchfrei werden und das „Don’t Smoke“-Volksbegehren immer mehr Unterstützer findet, ist’s in der Künstlerstadt Gmünd nicht gelungen, den „blauen Dunst“ komplett aus der Stadt zu verbannen.

An Tankestelle und Kegelbahn gescheitert
Neuschitzer: „Die Tankstelle und die Kegelbahn, wo viele der Kunden rauchen, wollten nicht mitmachen. Das wäre aber kein Problem gewesen, weil diese sich außerhalb der Stadtmauer befinden. Doch dann befürchtete ein Hauptplatzwirt, dass seine rauchenden Gäste künftig in die Tankstelle oder Kegelbahn ausweichen und er hat deshalb sein Veto eingelegt.“

Damit war das Vorhaben, die Künstlerstadt rauchfrei zu machen, gescheitert. „Wir haben es probiert, aber vielleicht sieht die Sache im Herbst wieder anders aus“, so Nussbaumer.

Hannes Wallner
Hannes Wallner

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