Mi, 20. Juni 2018

Florida-Massaker

28.02.2018 10:01

Schüler kehren an Ort des Schreckens zurück

Zwei Wochen nach dem Amoklauf in der Marjory Stoneman Douglas High School in Florida kehrt langsam wieder so etwas wie Normalität in der Gemeinde ein. Am Mittwoch beginnt nach einem ersten Orientierungstag am Sonntag wieder der reguläre Unterricht und die Schüler kehren an den Ort des Schreckens zurück.

Der ehemalige Schüler Nicolas de Jesus Cruz (19) hatte am Valentinstag vor zwei Wochen in der Schule das Feuer eröffnet. Er tötete 14 Schüler und drei Erwachsene. Nach seinem Amoklauf konnte der Massenmörder verhaftet werden.

"Bluttat für immer mit dem Ort verbunden"
Die Rückkehr der Schüler werde sanft und behutsam erfolgen, sagte der zuständige Bezirksschulleiter Robert W. Runcie. Bis einschließlich Freitag ist kurz vor Mittag Schulschluss. Die Sicherheit im Gebäude werde sichtbar hochgefahren sein, sage Runcie. Viele Schüler äußerten in Interviews mit US-Medien Sorgen vor dem Wiederbeginn, sei die Tat doch noch sehr präsent und auf immer mit dem Ort verbunden, den sie jetzt wieder betreten.

In der Aufarbeitung des Massakers sorgte US-Präsident Donald Trump für neuen Gesprächsstoff. Nach eigener Einschätzung hätte er selbst sich dem Attentäter auch unbewaffnet entgegengestellt. "Ich glaube wirklich, dass ich da reingerannt wäre, auch wenn ich keine Waffe gehabt hätte", sagte Trump. Das Weiße Haus kündigte Gesprächsbereitschaft bei der Frage an, ob Waffengesetze strikter gefasst werden sollen. Allerdings stehen bisher seitens der republikanisch geführten Bundesregierung nur kleine Schritte zur Debatte. Trump will notfalls eigenmächtig "Bump Stocks" verbieten - Schnellfeuerkolben, die eine halbautomatische Waffe feuern lassen wie ein Maschinengewehr. Maschinengewehre sind in den USA für den nicht-militärischen Gebrauch verboten.

Schnellfeuerkolben hatten zwar bei dem Massaker von Las Vegas 2017 eine Rolle gespielt, nicht aber in Florida. Ob Trump ein Verbot der Schnellfeuerkolben rechtlich überhaupt alleine durchsetzen kann, ist eine offene Frage. Trump will außerdem über eine Heraufsetzung des Mindestalters für den Besitz bestimmter Waffen und über den Zugang psychisch Kranker zu Waffen reden. Der Präsident selbst hatte zu Beginn seiner Amtszeit im Zuge seiner Deregulierungswelle die Waffengesetzgebung gelockert. Die Gesetze der Bundesstaaten sind in der Waffenfrage allerdings entscheidender als die des Bundes.

 krone.at
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