Neue App

„Vero“ im Trend: Wird Instagram bald abgelöst?

Seit Kurzem gibt es eine neue Plattform im sozialen Netz, die sich steigender Beliebtheit freut: VERO. Tausende registrieren sich täglich. Ähnlich wie bei Instagram oder Facebook kann der Nutzer Fotos und Videos (aber auch Buch- oder Filmempfehlungen) mit seinen Freunden teilen und dabei ganz auf Werbung und Algorithmen verzichten. Die App soll sich nämlich nicht durch Werbung, sondern durch Mitgliedsbeiträge finanzieren. Für die erste Million ist die App kostenlos.

Der Hauptunterschied zwischen Vero und anderen Apps besteht darin, dass der gesamte Feed "aufgeräumt" wurde und sich in chronologischer Reihenfolge präsentiert. Das bedeutet, dass man stets auf dem neuesten Stand ist. Keine Algorithmen und Tech-Bugs entscheiden über die Inhalte. Damit richtet sich die neue App vor allem an Blogger, die aktuell von Instagram gefrustet sind.

Erste Million gratis, dann Abo-Gebühr
Abgesehen von den ersten Millionen Nutzern, die Vero "free for life" angeboten bekommen, wird es eine App mit Abo-Gebühren sein, da sich "Vero" nicht wie etwa Instagram mit Werbung finanziert. Der Vorteil für die User ist zugleich ein Nachteil für die Unternehmen. Auch diese können auf Vero nämlich nicht dafür bezahlen, dass ihre Beiträge prominenter in den Feeds der User auftauchen. Wann Gebühren für die Nutzung eingehoben werden sollen, ist jedoch noch nicht bekannt. 

 

Ähnlich wie bei Facebook können User die Beziehung mit Online-"Freunden" bewerten und in die Kategorien "enger Freund", Freund oder "Bekanntschaft mit Vero" unterteilen. Die Macher haben diese Funktion den "Publikumsselektor" genannt. Dadurch geben sie den Usern selbst die Verantwortung darüber wer ihr Inhalte sehen kann und wer nicht. Freunde auf Vero zu finden, ist jedoch nicht einfach. Ähnlich wie bei Snapchat muss man gezielt wissen nach welchem Namen man sucht um diesen auch zu finden. Verwendet jemand also nicht seine richtigen Daten, sondern ein Synonym, muss derjenige dieses zuerst auf einer anderen sozialen Plattform posten, damit er von Freunden auch gefunden werden kann.

Durchsetzung fraglich
Ob sich Vero wirklich durchsetzen wird kann zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht gesagt werden. Da viele Inhalte auf Facebook, Instagram und YouTube gratis angeboten werden, ist jedoch fraglich wieviele Personen schlussendlich wirklich dafür bereit sein werden, für eine zusätzliche Plattform zu zahlen. Es ist davon auszugehen, dass die Anzahl der User vermutlich nach Einführen der Bezahlschranke stagnieren oder sogar zurückgehen wird und einige wieder zu Instagram zurückkehren werden.

Februar 2018

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Julia Ichner
Julia Ichner
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