Heiße Suppe und Tee

Wiener Lokale helfen Obdachlosen mit Speisen

Bei der derzeitigen Kälte würde man am liebsten nur drinnen bleiben. Allein der kurze Aufenthalt in der nassen, frostigen Luft ist kaum auszuhalten. Besonders schwer haben es jetzt Obdachlose, die sogar im Freien übernachten. Diesen Umstand haben sich zwei Wiener Lokale zum Anlass genommen, um selbst aktiv zu werden. Das Westpol im 7. Bezirk sowie die Bezirk's Alm in Liesing machen mittels Schilder darauf aufmerksam, dass Obdachlose bei ihnen eine gratis Suppe und Tee erhalten.

Laut dem Kältebus der Caritas schlafen auch bei Temperaturen jenseits der Null-Grad-Marke einige Hundert Obdachlose im Freien. Die Notschlafstellen werden im Winter stets aufgestockt, 1.200 Plätze gibt es in diesem Jahr. Trotzdem sind sie zu 95 Prozent belegt. Viele Wohnungslose möchten auch nicht dorthin, da der Konsum von Alkohol meist streng verboten ist. Hilfe wird aber dennoch benötigt.

#Wirte helfen

Helfen, statt wegschauen - das dachten sich auch zwei Wirte. In Liesing hat sich die Bezirk's Alm dazu entschieden, zu helfen. "Die Kälte hat uns fest im Griff" ist auf einer Tafel vor dem Gasthaus zu lesen und weiter: "Wir möchten all jene, die keinen festen Wohnsitz haben, auf ein kostenloses Almgulasch herzlich einladen". Täglich kämen 15 bis 20 Bedürftige vorbei, um das Angebot zu nutzen und sich aufzuwärmen, sagt Geschäftsführer Daniel Wagner im City4U-Gespräch. "Voriges Jahr habe ich in einem Lokal im 10. Bezirk gearbeitet und die vielen Obdachlosen auf der Favoriten Straße gesehen. Nach einem Catering ist uns dann Gulasch übrig geblieben, dass wir dann an sie verschenkt haben. Das kam sehr gut an", so der Wirt mit Herz. Seiner Meinung nach, sollte das jedes Lokal machen. "Dann könnte man sicher sehr vielen Menschen helfen." Denn neben dieser Aktion möchte er auch noch die Gruft mit seinem Almgulasch mit Knödel beliefern.

#Gemeinsam für unsere Mitmenschen

Auch im Westpol im 7. Bezirk werden wohnungslose Menschen mit einer gratis Suppe und einem Tee versorgt. Obwohl die Spende nur als "Take-Away" gedacht ist, können die Bedürftigen, wenn das Lokal nicht voll ist, die Speise auch dort zu sich nehmen. Das Westpol macht bereits zum zweiten Mal eine Aktion dieser Art. Auch im letzten Jahr wurden Obdachlose auf eine heiße Suppe eingeladen. 

Februar 2018

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Viktoria Graf
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